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Law & Order 4 - Criminal Intent 



Erscheinungsdatum: 10/2005
Entwickler: Legacy Interactive
Publisher: Vivendi Universal
Spielsprache: Englisch

ESRB: M = Mature 17+ (Blood, mild violence)

Boxshots

Homepage
Download Demo 166 MB

 

 

Ein Review von slydos   30. Dezember 2005

Review-Ergänzung zur deutschen Version 
von Sherlock 16. Oktober 2007

Teil 4 der Law&Order Spielserie wurde nicht mehr nach der Mutterserie gestaltet sondern nach dem Spin-Off "Criminal Intent" (Strafbarer Vorsatz). Und das ist gut so. Denn Criminal Intent gehört mit Vincent D'Onofrio als genialem Ermittler Detective Bobby Goren in der Hauptrolle zum Besten was es an Krimiserien z. Zt. im deutschen Fernsehen zu sehen gibt. Ein seltenes Beispiel, daß eine Ablegerserie (Spin-Off) die Mutterserie bei weitem übertrifft. Gegenüber der Law&Order Originalserie, die sich mit dem Zusammenspiel von Polizei und Justiz beschäftigt und dabei über die vielen Jahre jetzt etwas langweilig und altbacken daher kommt, ist Criminal Intent spannend, originell und speziell wegen des ausgeprägt eigenwilligen Hauptdarstellers sehenswert. Eine grundsätzliche Änderung ist das Weglassen der Gerichtsverhandlungen und staatsanwaltlichen Ermittlungen - bei Criminal Intent geht es ausschließlich um die Polizeiarbeit und dabei besonders um die psychologischen Hintergründe von Verbrechen.

 

Die wichtigsten Änderungen

Viel hat sich getan seit Law&Order 3 - Justice is Served. Criminal Intent 'has gone 3rd-Person'. Und damit kommt mehr Bewegung und Dynamik in das früher doch eher beschauliche Spiel. Wir steuern Detective Bobby Goren von New Yorks Spezialabteilung 'Major Case' durch eine Vielzahl von Schauplätzen und Szenen. Es ist vollkommen auf seine Kollegin Alexandra verzichtet worden, die auch nicht im Büro auftaucht. Goren ermittelt allein, d.h. wir ermitteln allein durch Goren. Es unterstützen ihn die üblichen Kollegen in den verschiedenen Untersuchungsabteilungen und natürlich seinen Chef, Captain James Deakins.

Neben den mehr als 50 interaktiven NPCs begegnen uns noch eine Menge stummer Statisten. Da sind z. B. Besucher einer Bar, Polizisten, die den Tatort sichern, Hotelgäste, Büroangestellte und und und ... Sie gehen jeweils ihren Beschäftigungen nach und bewegen sich passend und unabhängig. Sollten wir allerdings Probleme mit der Spiel-Performance haben, können wir diese zusätzlichen 3D-Animationen ausschalten. Dann sehen wir auch keine rotierenden Ventilatoren mehr und auch der Straßenverkehr wird eingedämmt. Keine Kollegen gehen hinter Glastüren auf dem Flur vorbei und der fröhlich wedelnde Hund bleibt ruhig und starr. Dieses An- und Abschalten ist eine wirklich gute Idee, weil es, wie alle anderen Optionen jederzeit im Spiel geschehen kann und Probleme mit älteren Rechnern zumindest lindern hilft. Ebenfalls jederzeit während des Spiels kann man einen der drei Schwierigkeitsgrade (Novice, Normal, Expert) wählen und so eventuell mehr Texthinweise erhalten, wenn man mal nicht weiterkommen sollte.

Eine weitere Neuerung ist Gorens PDA, von der Firma NOKIA. Na wenn's den Entwicklern finanziell weiterhilft, soll mir dieses Sponsoring recht sein, es nervt jedenfalls nicht so sehr wie die Werbebotschaften in "Cold Case Files". Über dieses Werkzeug also macht sich Goren nicht nur Notizen und kann die integrierte Karte als Navigator benutzen, es beinhaltet auch alle Informationen zu Indizien, Zeugen, Dokumenten und Auswertungen. Goren kann damit auch telefonieren. Der PDA kann immer in Miniformat sichtbar oder stattdessen per Rechtsklick ansteuerbar sein. Über ihn ist auch das Hauptmenü zu erreichen. Man kann Beweise direkt beim Aufnehmen für Laboruntersuchungen usw. einteilen, natürlich ist das später auch noch jederzeit möglich.

Neu ist auch Gorens Dialogstil und die Anzeige seines Gesprächserfolges. Haben wir alles aus einem Zeugen herausgepresst, so füllt sich eine fortschreitende grüne Ringanzeige und leuchtet kurz auf. Es kann auch passieren, daß wir durch einen unangemessenen Fragestil den Gesprächspartner verärgern oder verstummen lassen. Dann zeigt sich eine rote Ringanzeige, die immer voller wird, je mehr Fehler wir machen. Wir können nämlich aus 5 verschiedenen Gesichtsicons die Technik bestimmen, mit der Goren Zeugen befragt. Das geht von 'empathetic' über 'straightforward', 'flattering' und 'deceptive' bis zu 'confrontational'. Ehrlich gesagt, macht es zusätzlichen Spaß, zu hören, was man alles falsch machen kann und weshalb sich die Interviewpartner zurückziehen. Es geht recht logisch bei dieser Auswahl zu und man kann sich ganz gut auf sein Gefühl verlassen. Und wenn mal wirklich die rote Anzeige den Kreis schließt, dann müssen wir eben später nochmal zum Gespräch erscheinen. Sackgassen sind mir nicht bekannt.

Noch eine Neuerung ist das Täterprofil per Computerprogramm. Auf seinem Laptop kann Detective Goren die Relevanz von Indizien automatisch vom System auswerten lassen. Nach dem Zusammentragen von genügend Indizien führt dieses Programm auch eine Bewertung von Verdächtigen durch. Muß nicht gemacht werden, hilft aber, wenn man sehen will, wie weit man eigentlich gekommen ist, denn der Chef gibt einem keine ausführlichen Gründe, warum man keinen Durchsuchungsbefehl etc. bekommen kann und man erhält wirklich grundlegende, wichtige Hinweise auf den Tätertyp.

 

Installation/Technisches

2 CDROMs werden für die Installation benötigt, die man nun aber nicht mehr im Laufwerk belassen muß. Die Installation geht reibungslos. Leider gibt es nur ein digitales Handbuch, so daß man das Spiel verlassen muß, wenn man etwas zur Bedienung nachschlagen will. Sowohl der Einstieg ins Spiel als auch das jeweilige Beenden geht sehr fix. Manchmal geschieht es allerdings auch, daß man ganz fix auf die Windowsoberfläche zurückkatapultiert wird und in diesem Fall sollte man den Spielstand vor nicht allzu langer Zeit gespeichert haben. Auch das funktioniert problemlos, da man unlimitierte Speicherplätze zur Verfügung hat. Es gibt bei älteren Rechnern kurze Ladezeiten bei Szenenwechseln und in manchen Szenen kommt es auch zu Verzögerungen von Bewegungen. Man kann unter 'Optionen' vorübergehend einige zusätzliche Grafikeigenschaften abschalten, um diese Probleme zu umgehen. Es gab zwar viele kleine, aber keine schwerwiegenden technischen Probleme auf meinem Rechner. Wenn z. B. einmal mein Hauptdarsteller nicht mehr zu sehen war, half ein Beenden und Neustart des Spiels, um ihn wieder sichtbar zu machen. Es kann nur empfohlen werden, jegliche Hintergrundprogramme abzuschalten, mein Screenshotprogramm hatte bereits spürbaren Einfluß auf die Spielperformance.

 

Handling

Bei der Speicherung von Spielständen hat mich allerdings gestört, daß der letzte Spielstand immer zuunterst lag. Und wenn man speichert, kann man keinen alten Spielstand überschreiben, sondern legt immer wieder neue an. Nach einigen Stunden Spieldauer muß man sich dann schon durch viele Seiten Savegames klicken. Aber das neueste Savegame ist wiederum leicht zu finden weil es (A) ganz unten liegt und (B) selbst beschriftet werden kann.

Mehr Probleme machte schon die Steuerung der Spielfigur. Per Linksklick sollte Goren zu dem vorbestimmten Punkt gehen bzw. bei Doppelklick laufen. Aber der hing öfters mal in einer Szene fest und war nicht mehr loszubekommen, außer man schickte ihn über die Karte an einen anderen Ort. Daß er sich in mehr oder minder hilfslosen Bewegungsschleifen aufhing, passierte relativ häufig und war ärgerlich. Dieser Fehler schien sich zu vervielfachen, wenn ich durch die Nichtlinearität des Spiels speziellen Handlungssträngen gefolgt war, die nun alle auf einen einzigen, letzten Handlungsauslöser warteten, denn sobald der gefunden war, bewegte sich Goren dann wieder ganz normal in den vorher kritischen Szenen. Man konnte sogar davon ausgehen, daß eine Szene zunächst nichts Neues mehr hergab, wenn Goren sich hier grundsätzlich beim ersten Mausklick in einer Endlosschleife verfing.

Auch Interaktionen laufen in dieser neuesten Law&Order-Version anders ab als vorher. Der schmale Rand des Cursors, einer ovalen Scheibe, leuchtet über Hotspots gelb auf. Das geschieht bei Dingen, die wir nehmen oder manipulieren können, aber auch bei Gesprächspartnern. Szenenausgänge werden durch zusätzliche Richtungspfeile markiert. Leider ist die farbliche Veränderung oft gar nicht oder nur schwer zu erkennen. Es kommt aber häufig vor, daß man die Maus über helle Flächen, wie z. B. Dokumente bewegt. Man muß dann an den Rand gehen, an eine Stelle, die über einem dunklen Hintergrund liegt, um zu sehen, ob man an dieser Stelle noch etwas manipulieren oder einstecken kann.

Eine weitere Neuerung im Handling ist das Kontextmenü zu Hotspots, das aus einem Halbkreis von 5 Aktions-Icons besteht: look, use, collect, analyse und talk. Im Prinzip eine ausgezeichnete Sache. Aktionen, die man durchführen kann sind normal dargestellt, der Rest abgedunkelt. Das Menü öffnet sich leider nicht immer und man muß sogar manchmal Gorens Standpunkt zum Hotspot verändern, damit es endlich erscheint. Sehr gut dabei das Analysewerkzeug, mit dem man mittels eines einzigen Klicks sowohl das Indiz ins Inventar aufnehmen und gleichzeitig zur Untersuchung schicken kann bzw. bei Menschen eine Beschattung erwirkt. Das Collect-Icon ist dadurch eigentlich überflüssig, bis auf die wenigen Ausnahmen, wo wir Objekte tatsächlich nur als Werkzeuge benutzen möchten und unseren Kollegen die Untersuchung auf Spuren etc. ersparen möchten.

Man kann nicht nur über das Optionsmenü wählen, ob der PDA in Miniformat immer am Bildschirm zu sehen ist, es ist auch möglich, die jetzt nicht mehr bildschirmfüllenden Dialogfenster frei in der Szene zu positionieren. Praktisch und angenehm finde ich ebenfalls, daß nicht immer der gesamte Hintergrund verdeckt wird, sobald wir mit Beweismitteln hantieren. Leider ist der PDA noch nicht so modern, daß er auch das Täterprofil des Laptops enthält, dafür müssen wir also immer wieder in die Zentrale zurück, wo sich übrigens ganz wie gehabt die Beschattungs- und Untersuchungskollegen befinden. Labor und Pathologie liegen, wie wir es ebenfalls bereits kennen, an anderen Orten und müssen jeweils über die Karte aufgesucht werden, auf der neu hinzugekommene Locations jetzt blinken.

Die neuen Befragungsmethoden durch Auswahl eines bestimmten Gesichtsausdruckes bzw. eines bestimmten Fragestils passen ausgezeichnet zum Charakter unseres Hauptdarstellers. Näheres dazu weiter unten im Absatz 'Dialoge'.

Es wurde vieles im Bereich Handling geändert und ich kann nur anmerken, mir gefällt die Richtung sehr gut, in die es gehen soll. Allerdings gibt's bei den komplexen Vorgängen noch ein paar Ungereimtheiten und hier und da hätte man auch die neuen Funktionen direkt etwas vereinfachen können. Wer bereits die 3 Vorgänger gespielt hat, wird auch beim neuen Aussehen und den neuen Funktionen kaum Einstiegsprobleme haben, da sich fast alles aus dem Zusammenhang ergibt. Neulingen würde ich allerdings ein Studium des Handbuchs empfehlen, da das auch Informationen über die grundsätzliche Vorgehensweise bei Untersuchungen gibt. Daß auf die Printversion bei der nordamerikanischen Ausgabe verzichtet wurde, gibt zusätzlich einen leichten Punktabzug, denn ich finde, ein greifbares Handbuch wäre wichtiger gewesen als die recht aufwendige Verpackung in einem Klappkarton, wenn man sich aus finanziellen Gründen schon zwischen beiden entscheiden muß.

 

Grafik/Sound

Die Grafik hat sich nicht nur durch den 3rd-Person-Stil verändert, sondern auch insgesamt nochmals verbessert. Spielfigur, NPCs und einige andere Vordergrundanimationen sind 3D-Modelle auf vorgerenderten Hintergründen. Was mir besonders gefallen hat, ist die wirklich große Zahl verschiedener, neuer Locations, die jeweils eine ganze Reihe von Szenen bzw. Kamerapositionen beinhalten - es sind weit über 200. Man wundert sich, daß immer noch vollkommen neue Ideen zu Schauplätzen möglich sind, wie beispielsweise eine Umspannanlage oder ein begehbarer Humidor in einem Zigarrenladen. Alle Schauplätze sind sehr detailliert gestaltet. Man spürt förmlich die Mühe, die darin steckt und es macht richtig Spaß, alles zu erkunden und zu untersuchen. Wenn wir eine Wohnung betreten, bekommen wir nicht nur eine feste Kameraeinstellung zu sehen, wie es bei den meisten anderen ähnlichen Spielen der Fall ist. Wir können uns fast alle Zimmer in verschiedenen Perspektiven ansehen, ohne daß es dort eigentlich spielrelevante Dinge zu entdecken oder untersuchen gäbe, solange es uns die Bewohner nicht verbieten. Damit kommt man der Vorgehensweise von Goren in der Fernsehserie ziemlich nahe, der während Befragungen in manchmal recht zudringlicher Manier den Nippes von Verdächtigen untersucht und kommentiert. Man kann auch z. B. einen Kopierraum auf einem Büroflur betreten oder die Toilette in einer Wohnung, auch wenn dort überhaupt kein Hotspot zu finden ist.

Darüber hinaus gefielen mir die ganz unterschiedlichen NPCs, die sich in Loungesesseln räkeln, sich unterhalten oder eine Havanna rauchen. Selten begegnet uns mal ein Zwillingsbruder eines NPCs, aber das ist bei der großen Zahl von Charakteren nicht wirklich schwerwiegend. Vor allen Dingen, weil man sich für jeden einzelnen Charakter die passende Kleidung, Frisur oder auch mal ein Glasauge hat einfallen lassen, so daß die Ähnlichkeit dann doch wieder nicht ganz so auffällig ist. So viele Details, so viele Charaktere, so viel Bewegung, da muß doch auf irgendwas verzichtet worden sein! Ja, leider gibt's keine Kantenglättung - man kann nicht alles haben.

Übrigens können wir uns erstmals auch zwischen Locations im Freien bewegen. Die diversen Außenszenen verwöhnen das Auge genauso wie die Innenszenen und weisen sowohl passende Geräuschkulissen als auch Straßenverkehr und sogar Wolken-, Vogel- und Wasserbewegungen auf. Alle Fernseher, seien es die in Wohnungen, Bars oder Büros, zeigen unterschiedliches, echtes Fernsehmaterial begleitet von Originalton. Geräusche und Musik lassen sich getrennt abschalten, die restliche Geräuschkulisse wird allerdings nur mit einem Regler beeinflusst. eine Hotellobby klingt wie eine Hotellobby und eine Uferlandschaft wie eine Uferlandschaft. Man hört Gorens Fußtritte mal wie auf Matsch, Kies oder Parkettboden. Nicht schlecht! Auch wenn dann schon mal ein Fußtritt auf Stein mit dem Kiesgeräusch verwechselt wurde, ist das zu verschmerzen. Dazu noch die unverwechselbare, ausdrucksvolle Musik von Law&Order, die vielleicht nach 3 Stunden Wiederholung etwas nervt, aber dann auch ganz abgeschaltet werden kann.

Zu den nichtsprechenden NPCs, die sich überall und nicht nur vereinzelt herumtreiben, kommen noch eine Menge Zeugen, mit denen wir kommunizieren können. Ihre Bewegungen und Mimik sind treffend und werden noch durch die Originalstimmen der Serie bei Goren und seinem Chef, bzw. einer guten Sprechercrew für die zusätzlichen Rollen, abgerundet. Unser Alter Ego, Bobby Goren, ist allerdings nicht so täuschend ähnlich gelungen, wie vielleicht gewünscht. Es sind nur immer bestimmte Sekundenbruchteile, in denen eine echte Übereinstimmung auffällt. Sonst hat er mir eine noch etwas zu soldatenhafte, starre Grundhaltung, von der er nach meinem Geschmack etwas zu spät zu Pausenbewegungen übergeht. Aber das sind schon eher Feinheiten. Gehen, Laufen und Gestik stimmen mit dem Serien-Typ überein, hätten aber ruhig noch etwas exaltierter sein können.

In den wenigen Filmszenen, die relativ verschwommen sind, ist die Ähnlichkeit der Darsteller, manchmal auch ihre Gestik gut eingefangen. Bis zur Perfektion fehlt allerdings noch ein ganzes Stück.

Insgesamt gefiel mir die Spielgrafik sehr, wegen ihrer Lebendigkeit und den vielen abwechslungsreichen und originellen Schauplätzen.

 

Rätsel

Wenn wir das Spiel beginnen, stellt uns unser Chef drei Fälle vor, die wir in beliebiger Reihenfolge bearbeiten können. Sobald wir einen Fall (zu dem wir uns jeweils eine kurze Einführung ansehen können) ausgewählt haben, gibt's einen Introfilm. Danach können wir dann beginnen, den Tatort bzw. das Opfer zu begutachten, Hinweise zu sammeln und Zeugen zu befragen. Wichtig ist es zu Beginn immer, alle notwendigen Indizien nicht nur zu sammeln sondern auch analysieren zu lassen (wer hängen bleibt, wird meistens genau das versäumt haben). Zeugen müssen auf die richtige Art und Weise vernommen und daraus Rückschlüsse gezogen werden. Es geht darum, weitere Schauplätze und Zeugen aufzutun und soviele Beweismittel zusammenzutragen, daß Hausdurchsuchungen oder Befragungen möglich werden. Befragungen und die Verhaftung des mutmaßlichen Täters werden nach Sammeln aller notwendigen Beweise automatisch ausgelöst. Man muß nicht mehr, wie früher, die richtigen Beweise/Zeugen einem Haftbefehl zuordnen. So ist die Ermittlung etwas einfacher aber auf jeden Fall spannender geworden. Es gibt weniger langweiliges Ausprobieren von Beweismitteln, aber dafür interessantere Ermittlungsarbeit und Erkundung der Schauplätze. Neben den in der Natur der Sache liegenden Befragungen, finden wir eine große Anzahl von Objekt-/Inventarrätseln, Schiebepuzzles, Puzzles, Anagrammen, Dekodieraufgaben und selbst ein Kreuzworträtsel. Die Rätsel sind generell nicht überwältigend und neu, aber es wurde für viel Abwechslung gesorgt und einige Überraschungen sind schon dabei. Gerne werden mal Szenen oder ganze Räume einfach nur als schöne Zugabe ohne Rätselrelevanz gezeigt und sind natürlich auch begeh- und untersuchbar oder eine Reihe von Gegenständen sind anklickbar und untersuchbar, führen aber im Fall nicht weiter. Man kann jederzeit den Schwierigkeitsgrad während des Spiels ändern und erhält dann mehr bzw. weniger Hinweise durch Goren.

Insgesamt bewegt sich der Schwierigkeitsgrad zwischen leicht und mittelschwer. Man muß immer mal wieder nachschauen, ob es neue Informationen gibt, vielleicht hat man eine Telefonnummer oder einen neuen Ort übersehen. Man wird jedoch lange Zeit ohne Stocken spielen können, denn das Spiel hat, innerhalb der Basisfälle zumindest, einen hohen Grad an Nichtlinearität. Leider gab's einen gravierenden Logikbug in drei der vier Kriminalfälle, den ich nicht verschweigen möchte: Klickt man auf einen nur bei Mausberührung sichtbaren Pfeil in der rechten oberen Übersichtskarte von New York, dann erscheinen alle zum Fall gehörigen Locations, auch wenn man noch gar keine Informationen dazu erhalten hat. Man kann sie auch besuchen und mit Zeugen reden. Das führt zu wirklich eigenartigen Ergebnissen und Verwirrung! Mag sein, daß es dem einen oder anderen Spieler gar nicht sofort auffällt, er sich aber wundert, wann und wo er die Kenntnis über eine Adresse erhalten haben könnte.

 

Dialoge

Nach kurzen Begrüßungsfloskeln, die automatisch ablaufen, müssen wir immer entscheiden, wie wir mit einem speziellen Zeugen umgehen sollen. Je nach Situation, Verhältnis zu anderen Charakteren und Involvierungsgrad müssen wir den richtigen Ton finden, damit der Gesprächspartner gesprächsbereit wird oder bleibt. Das reicht von sehr einfühlsam und mitfühlend bis zu drohend. Wir können auch lügen oder versuchen, unser Gegenüber auszutricksen. Wenn wir uns sehr oft im Ton vergreifen, oder unser Gesprächspartner so gewitzt ist, daß er unsere Methode durchschaut, dann wird er/sie irgendwann das Gespräch abbrechen. Wir können es aber später erneut versuchen. Nützlich sind bei der Beurteilung der Zeugen natürlich auch die Hintergrundinformationen, die wir auch durch unsere Kollegen bei der Überwachung/Untersuchung bekommen. Sobald wir nämlich das Analysetool auf einen Zeugen angewandt haben, beschaffen die uns alles greifbare Material.

Auch oder gerade wenn die Dialoge falsch geführt werden, sind sie wirklich hörens- bzw. lesenswert (Untertitel sind an-/abschaltbar). Sie erleben dabei Goren 'at his best' von schleimig-unterwürfig über neutral oder schlitzohrig bis brutal-konfrontativ. Die einzelnen Fragen und Antworten sind eher knapp, wenn wir daneben liegen, können aber auch sehr ausführlich werden, wenn wir den richtigen Nerv getroffen haben. Liegen wir richtig, erweitert sich unser Fragethemenvorrat meistens, der uns in einem Dialogfenster im Syberia-Stil angezeigt wird. Wir wissen also vorher nicht, wieviel wir noch 'gut haben' bei einem bestimmten Gesprächspartner, falls sich unser Negativkonto bereits kurz vor Anschlag des roten Striches befindet, was diese Art der Dialogführung zum Ende hin immer noch spannender macht. Besonderer Wert wurde auf die psychologischen Hintergründe und Geschichten aller Zeugen gelegt. Ich war immer wieder erstaunt, welche Mühe man sich sogar mit relativ unwichtigen Nebendarstellern gemacht hat, von denen man über Hobbies, Familienstand, berufliche Laufbahn, finanzielle Lage bis zu vorder- oder hintergründigen Problemen viele Einzelheiten erfährt. Lassen wir einen dieser eher unwichtigen Charaktere beschatten, dann erhalten wir minutiöse Auskunft, wo er wie lange was eingekauft hat, wie lange er für den Heimweg mit welchem Verkehrsmittel brauchte und mit welcher Freundin er sich die Nacht um die Ohren schlug. Respekt - bei über 50 Charakteren kommt dabei einiges zusammen - oder eben nicht, denn es ist freigestellt, diese Infos zu lesen und zu hören.

 

Die Fälle

Hat man alle drei Fälle gelöst, eröffnet sich ein vierter Fall für die Spieler und so kommt es zu einer Spielzeit von ca. 20 Stunden im mittleren Normalmodus. Spieler haben, je nach Fall, die Möglichkeit, unterschiedliche Schauplätze und Zeugen zuerst aufzusuchen und können eine ganze Reihe von Beweisen in unterschiedlicher Reihenfolge sammeln. Allerdings tauchte dabei (neben dem sowieso schon angesprochenen Logikbug) ein logischer Fehler in einem der drei ersten Fälle auf: die Eltern der Toten waren gleichzeitig im Leichenschauhaus und Zuhause anzutreffen. Läßt man sie beschatten, sagt die Akte, daß sie nach dem Besuch des Leichenschauhauses nach Hause abgereist seien. Solche Logikfehler machen nicht nur keinen guten Eindruck sondern verwirren die Spieler zudem, die darauf zurecht vertrauen können, daß ihnen ein letztlich stimmiges Geflecht vorgesetzt wird, aus dem sie ihre Schlüsse ziehen können.

Die Fälle spielen in sehr unterschiedlichen Milieus, zwei davon sind sehr komplex, man braucht jeweils ca. 6 Stunden, während ein Fall in 2-3 Stunden maximal bearbeitet und gelöst werden kann.

Der vierte Fall hängt mit den ersten Morden zusammen und bringt nochmals eine Spannungssteigerung ins Spiel. Ich muß zugeben, daß ich mich dabei nur noch sehr mühsam vom Bildschirm lösen konnte. Und ich kann mich mittlerweile sehr gut vertagen! Aber jedesmal, wenn ich meine Neugier an einem bestimmten Schauplatz stillen wollte, funkte mir Goren mit einer Filmszene dazwischen, die mich zu anderen Handlungen trieb, wohlgemerkt mit der freien Qual der Wahl.

 

Fazit

Law&Order - Criminal Intent setzt die TV-Serie audiovisuell gut um. Die Fälle erscheinen mir in der Fernsehserie noch eine Spur verzwickter und nervenaufreibender und unser Held Goren noch ein bißchen gescheiter und arroganter, als das in diesem Adventurespiel sichtbar geworden ist. Und natürlich konnte man die Sherlock Holmes/Watson-Konstellation, die Goren mit seiner Partnerin Alexandra Eames verkörpert, und wie sie damit die Täter austricksen und überführen, so nicht rüberbringen. Ich hatte trotzdem (als zugegebener Fan des Spin-Offs) enorm viel Spaß damit und das Gefühl, eine tolle Geschichte zu erleben. Ich habe mich gefreut, daß man soviel Mut zu Änderungen hatte und diese größtenteils auch gut meisterte. Spannender und interessanter als die bisherigen L&O-Teile ist es allemal und übertrifft in diesem Fall sogar meine Lieblingsserie CSI. Bin schon gespannt auf den 5. Teil, der nach einer weiteren Law&Order Spin-Off-Serie entwickelt wird: Special Victim's Unit. Criminal Intent ist nicht nur Serienfans sondern allen Hobbykriminologen zu empfehlen und wird vermutlich innerhalb des nächsten Jahres auch den Weg über eine deutsche Lokalisation in deutsche Läden finden. Ich drücke die Daumen, daß Goren dann mit deutscher Originalstimme auftritt, die Bugs beseitigt wurden und auch ein Handbuch beiliegt.

 

Meine Gesamtbewertung: 82%

 

Systemvoraussetzungen US-Version:

  • Windows 2000/XP
  • Pentium III 800 MHz oder gleichwertig
  • 128 MB RAM
  • 2 GB freier Festplattenspeicher
  • 12x CD-ROM-Laufwerk
  • 64 MB DirectX-kompatible Grafikkarte
  • DirectX 9b oder höher
  • Soundkarte, Tastatur, Maus

gespielt mit:

  • Windows XP
  • P IV 1,6 GHz
  • 512 MB RAM
  • 16x DVD-ROM (Artec WRA-A40)
  • nVidia GeForce 2MX400 64 MB Grafikkarte
  • Soundkarte DirectX-kompatibel

 

Copyright © slydos für Adventure-Archiv, 30. Dezember 2005

 


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3 neue Fälle für Goren
3 neue Fälle für Goren

Mr. Warren wurde erschlagen
Mr. Warren wurde erschlagen

Goren ermitttelt im Schönheitssalon ...
Goren ermitttelt im Schönheitssalon ...


... muß sich allerdings auch mit Erbrochenem befassen
... muß sich allerdings auch mit Erbrochenem befassen

Er befragt die Kollegen des Opfers
Goren befragt die Kollegen des Opfers

Man kann sich Dossiers zu jedem Zeugen anlegen
Man kann sich Dossiers zu jedem Zeugen anlegen

 

Dieser Kollege führt Beschattungen durch
Dieser Kollege führt Beschattungen durch

Von diesem Diner ist es zu Fuß nicht weit zu ...
Von diesem Diner ist es zu Fuß nicht weit zu ...

diesem Tatort
diesem Tatort

Wir wählen per Gesichtsausdruck unsere Fragetechnik aus
Wir wählen per Gesichtsausdruck unsere Fragetechnik aus

Auch in der Zoomansicht von Objekten erscheint das Kontextmenü
Auch in der Zoomansicht von Objekten erscheint das Kontextmenü


In diesem Sportgeschäft bekommt Goren vielleicht Auskunft über eine Tatwaffe
In diesem Sportgeschäft bekommt Goren vielleicht Auskunft über eine Tatwaffe

Täterprofil per Computer
Täterprofil per Computer

Im Hotel müssen zunächst Zeugen gesucht werden
Im Hotel müssen zunächst Zeugen gesucht werden

 

Puzzleaufgabe
Puzzleaufgabe


Goren erhält bei guter Fragetechnik mehr und mehr Themen
Goren erhält bei guter Fragetechnik mehr und mehr Themen

Gorens PDA - hier das Inventar
Gorens PDA - hier das Inventar

 

Tja - da muß auch Goren ab und zu nachdenken
Tja - da muß auch Goren ab und zu nachdenken

 

Schieberätsel mit Monets Seerosenteich
Schieberätsel mit Monets Seerosenteich

 

Angehörige sind besonders schwierige Gesprächspartner
Angehörige sind besonders schwierige Gesprächspartner

 

Goren erkundet das Gelände um die Fundstelle einer Leiche
Goren erkundet das Gelände um die Fundstelle einer Leiche

 

Ist das der Tatort?
Ist das der Tatort?

 

Die Wohnung eines Opfers
Die Wohnung eines Opfers

 

Auf der Suche nach der richtigen Zigarre
Auf der Suche nach der richtigen Zigarre

 

Gespräch mit einem Bestatter
Gespräch mit einem Bestatter

Goren erstaunt immer wieder durch seine Kenntnisse in allen Bereichen
Goren erstaunt immer wieder durch seine Kenntnisse in allen Bereichen

Wie soll man hier was finden?
Wie soll man hier was finden?

 


Mehr Screenshots


Addendum: Die deutsche Version
von Sherlock

Erscheinungsdatum: 06/2007
Entwickler: Legacy Interactive
Publisher: Mindscape / Xider
Spielsprache:
Deutsch

USK: ab 12 Jahren

Boxshots

Deutsche Homepage
Download Demo 166 MB

Criminal Intent ist ein TV-Serien-Ableger von Law & Order. Äußerst selten ist, dass ein Serienableger (engl.: Spin-off) sein Vorbild an Beliebtheit beim Publikum noch übertrifft, aber dies ist für mich in diesem Fall auch kein Wunder. Als Fan von Krimi-Serien mit psychologischem Hintergrund war auch die deutsche Version von Criminal Intent für mich ein "Must have"! Ob sich die Entwickler die (zugegebenermaßen leichte) Kritik der Spieletester angenommen haben? Wir werden sehen!

Story

Detective Robert Goren ermittelt in diesem 3rd Person Adventure in 4 spannenden Mordfällen. Bei der Auflösung selbiger hilft ihm das altbewährte Team aus Überwachungseinheit, Forschung, Labor und Leichenbeschauer. Bobby’s Partnerin Alexandra Eames ist dabei leider nicht mit von der Partie. Im gesamten Spielverlauf taucht sie nicht auf und wird auch nicht erwähnt.

Installation

Die deutsche Version wurde auf eine DVD gepackt, sodass lästiges CD-Wechseln während des Spiels ausbleibt. Verpackt ist das Ganze in einem DVD-Case, das wiederum in einer ansehnlichen Klapp-Karton-Umverpackung steckt. Die Installation verläuft völlig ohne Probleme. Im Gegensatz zur englischen Version wurde bei uns nicht auf ein gedrucktes Handbuch verzichtet. Das Handbuch ist sehr ausführlich und bietet zudem noch eine Einstiegshilfe für Genre-Neulinge.

Technisches

Jedes Mal, wenn ich die DVD einlegte, erschien ein Bildschirm, der mich aufforderte, das Produkt online registrieren zu lassen. Darauf   hätte ich gut verzichten können.

Leider wurden Grafik- und Logikfehler nicht ausgebügelt. Goren bleibt teilweise im Bild hängen. Die Reaktionszeit nach einem Mausklick hatte ich teilweise als sehr lang empfunden. Manche Objekte bzw. Personen konnten an Stellen gar nicht angeklickt werden, obwohl sich der Cursor entsprechend verfärbte. Zum Teil war Goren für kurze Zeit nach einem Mausklick als 3D-Rohmodell mit seitlich ausgestreckten Armen zu sehen. Dies ist mir vor allem in der Zentrale (Major Case Squad) aufgefallen.

An einer Stelle ist mir auch ein Synchronisationsfehler sauer aufgestoßen. In einem Hotel betrachtete ich eine Reisetasche, die Stimme der Besitzerin, die im Raum nebenan verweilte, sprach zu mir und Gorens Lippen bewegten sich dazu synchron.

Menüs

Gorens PDA, der wahlweise ein- oder ausgeblendet werden kann, enthält fast sämtliche Menüs. Zeugen, Beweisstücke, Dokumente und Berichte können hier eingesehen bzw. begutachtet werden. Des weiteren ist ein Telefonbuch enthalten und man kann ins Hauptmenü gelangen. Ebenso gibt es in diesem praktischen Gerät eine Karte von New York, über die wir natürlich dann auch die verschiedenen Lokalitäten besuchen können.

Die Handhabung erklärt sich von selbst. Bei relevanten Objekten im Raum, die angeklickt wurden, bewegt sich Goren zuerst auf diese zu, bevor eine Menüauswahl mit möglichen Interaktionen (analysieren, benutzen, nehmen usw.) erscheint.

Auch mich störte, dass neue Speicherstände im Falle eines Neustarts immer ganz unten angelegt werden, auch wenn es unendlich viele Speicherplätze gibt.

Steuerung

Es handelt sich hierbei um ein 3rd-Person Point-and-Click Adventure. Die Steuerung ist recht simpel. Man benötigt lediglich die Maus. Der Cursor wird durch scheibenartiges Symbol dargestellt und verändert seine Farbe, wenn man Gegenstände untersuchen kann oder bekommt einen Pfeil, wenn wir in eine entsprechende Richtung den aktuellen Screen verlassen können.

Hotspots/Inventar/Dialoge

Hotspots gibt es recht viele im Spiel und wie meistens in Adventures gilt auch hier: Mitnehmen (analysieren), was nicht niet- und nagelfest ist. Viele Dinge können aber auch einfach nur betrachtet werden. Dies ist zum Teil aber trotzdem notwendig, um weitere Gesprächsthemen mit Zeugen bzw. Verdächtigen aufzutun.

Ein Inventar gibt es in dem Sinne nicht. Es gibt im PDA eine Schaltfläche "Beweisstücke". Hier werden alle Objekte abgelegt, auch wenn sie mit dem eigentlichen Fall nichts zu tun haben.

Die Dialogfunktion wurde im Review bereits ausgiebig von Slydos erläutert. Je nach psychischer Verfassung, Bezug zum Opfer und der Persönlichkeit des Befragten, müssen Fragen entsprechend formuliert werden. Hierbei helfen 5 Schaltflächen, das Gespräch mehr oder weniger erfolgreich abzuschließen: Robert kann den Gesprächspunkt "Streitlustig", "Trügerisch", "Schmeichelnd", "Gradlinig" oder "Einfühlsam" abhandeln.

Rätsel

Eine Vielzahl von Logik-Rätseln beherrschen das Spiel. So sind unter anderem ein Kreuzworträtsel, ein Rätsel, in dem man verschiedene Bilder von Videobändern übereinander legen muss, bis sie ein klares Bild ergeben, und mehrere Schieberätsel zu lösen. Je nach Schwierigkeitsgrad (der im Optionsmenü jederzeit geändert werden kann), gestaltet sich die Lösung entsprechend leicht oder schwierig. Besonderes Highlight für mich war hier das Kreuzworträtsel! Für die deutsche Version wurde sogar ein ganz anderes Rätsel entworfen als für die englische Version. So wird zum Beispiel nach einem Eisbären aus Berlin oder nach einer Pop-Gruppe aus Magdeburg gefragt! Unlogisch war hier allerdings: Nach Lösung des Rätsels wird die Zeitungsseite umgedreht und dort wird die Lösung zum Rätsel der Vorwoche abgebildet. Dies ist allerdings die Lösung zu genau diesem Rätsel!

Grafik/Sound

Je nach Fortschritt in einem Fall werden immer wieder Zwischensequenzen eingespielt, in denen Robert mit seinem Captain James Deakins spricht und der Spieler weitere Details erfährt. Ebensolche Sequenzen gibt es, wenn sich Robert zu Beginn die einzelnen Mordfälle erklären lässt und zum Abschluss eines jeden Falls. Gerade in den Videosequenzen ist die Ähnlichkeit von dem Spiel-Goren zum Original sehr frappierend! Ich bin beeindruckt! Auch die Gangart kommt dem Original sehr nahe.

Ein großes Plus für das Spiel sind die deutschen Original-Synchronstimmen der Charaktere aus der TV-Serie. Zudem wurde der Original-Soundtrack eingesetzt.

Fazit

Es ist für mich kaum fassbar, dass die Entwickler so viel Liebe in dieses Spiel gesteckt haben. Die Ähnlichkeit zum Original ist verblüffend! Die Spielzeit ist mit um die 20 - 25 Stunden für ein Spiel zu einer TV-Serie sehr lang! Mir wurde keine Sekunde langweilig und ich hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl, dass das Spiel künstlich in die Länge gezogen wird.

Ein durchweg gelungenes Adventure, das das Prädikat "sehr empfehlenswert" verdient, obwohl im Vergleich zur englischen Version nur wenige spieltechnische Verbesserungen vorgenommen wurden (daher auch 2% Abzug ;-)).

Gesamtbewertung der deutschen Version: 80%

Systemvoraussetzungen der deutschen Version:

  • Windows 2000/XP/Vista
  • Pentium III 800 MHz oder gleichwertig
  • 128 MB RAM
  • 2,4 GB freier Festplattenspeicher
  • DVD-ROM-Laufwerk
  • 64 MB DirectX9.0c-kompatible 3D-Grafikkarte
  • DirectX 9c oder höher
  • Soundkarte, Tastatur, Maus

 

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

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