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Legacy - Dark Shadows 


Erscheinungsdatum: 11/2004
Entwickler: Razbor
Publisher NA/UK: Tri Synergy/GMX Media


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ESRB: Teen (Alcohol Reference, Blood, Mild Language, Mild Violence)

 

 

Ein Review von slydos   29. Dezember 2004

 

Legacy - Dark Shadows ist das erste Adventurespiel der kroatischen Razbor Studios. Hier lesen Sie, wie professionell der Science-Fiction-Titel tatsächlich ist.

Geschichte

Auch wenn wir bereits im Intro erfahren, daß unsere Geschichte mit Ereignissen des Jahres 1941 während der Einkesselung deutscher Truppen durch die Russen in Stalingrad zu tun hat, spielt der Rest ausschließlich in der Zukunft des Jahres 2138, überwiegend in der besiedelten Marskolonie oder irgendwo in einer nicht näher benannten nordamerikanischen Großstadt.

Ren Silver ist eine gutaussehende Privatdetektivin, die gerade per Shuttle und Schnellbahn in der Urlaubsenklave des Mars eintrifft um dort ein paar erholsame Tage zu verbringen.Tex Murphy-Fans und Total-Recall-Liebhaber werden aufhorchen!

Doch gerade, als Ren es sich dort gemütlich machen will, die örtlichen Sehenswürdigkeiten, Shopping- und Vergnügungsmöglichkeiten kennengelernt und auch schon einen der begehrten Ausflüge zur Marsoberfläche gebucht hat, wird sie von ihrem Kumpel 'Hacker' zur Erde zurückgerufen - ihr Freund Ted, ein Reporter, ist verschwunden. Anscheinend wurde er zusammen mit einem Wissenschaftler gekidnappt. Wem oder was war Ted wohl auf der Spur?

Natürlich zögert Ren keine Sekunde und bricht ihren Urlaub ab. Freund Hacker, der seinem Namen alle Ehre macht, hat seinen Kopf 'der Einfachheit halber' direkt mit einem Computernetzwerk verkabelt und scheint deswegen zur Unbeweglichkeit verurteilt zu sein. Er hat bereits Recherchen angestellt und setzt Ren auf einige Locations an. Wir kommen auf die Spur der Machenschaften eines Großkonzerns und begleiten Ren bei ihren Nachforschungen, die sie nicht nur wieder zurück zum Mars sondern auch noch weiter in den Weltraum führen.

Viele Dinge, die angesprochen oder uns gezeigt werden, wie beispielsweise Hackers Delphinarium oder die Ursachen und Auswirkungen der großen Explosion von Tschernobyl werden nicht näher erläutert. Zwar kann sich die junge Ren noch an die Explosion erinnern, es kann sich also nicht um unser Tschernobyl drehen, aber es gibt keine Erklärung, warum eine Explosion in Rußland auch eine 'verbotene Zone' und diverse Mutantenmonster in Amerika produziert hat.

Man kann nur annehmen, daß sich Ren solange sie mit einem Taxi unterwegs ist, in der nordamerikanischen Gegend aufhält, denn sie muß für einen Ausflug nach Stalingrad über den Atlantik fliegen, mit einer Flugfortschrittsanzeige á la Indiana Jones. Stalingrad wiederum, das in der Realität weitaus näher an Tschernobyl liegt, hat dichten Wald und einen klaren Himmel, was in Rens Heimat nicht mehr zu finden ist. Seltsam!

Ein abrupter Schluß läßt die Spieler ziemlich frustriert zurück, wobei der alberne Rap-Song im Abspann fast wie eine Verhöhnung klingt.

Ren, die pragmatisch und wenig zaghaft mit ihrer Umgebung umgeht und ihre Kommentare manchmal mit trockenem Humor würzt, ist die sympathische Heldin, während die anderen Charaktere - ca. 25, die in Dialog mit ihr treten - nur in wenigen Fällen über die Rolle des Stichwortgebers hinausgehen, wie der Sheriff der Marskolonie mit seiner eifersüchtigen Verlobten.

Warnung! Wer nichts über den Schlußteil erfahren will sollte nach dem markierten Text weiterlesen ...

Alle storytechnischen Unklarheiten lassen trotzdem immer noch Spaß an Rens Aufklärung von Teds Verschwinden und dessen Hintergründen aufkommen. Nur letztlich hat mich der Schluß der Geschichte doch stark enttäuscht, denn lassen wir mal die etwas wild aus bekannten Versatzstücken zusammengewürfelte Geschichte außen vor, so fehlt schließlich etwas ganz Essentielles: der Bösewicht, dem wir die ganze Zeit auf der Spur waren! Wir sehen ihn nicht, wir sprechen ihn nicht und können auch nicht wirklich mit ihm abrechnen.

Im Übrigen werden wir nicht nur über ihn, sondern auch über seine Helfershelfer im Unklaren gelassen - z. B. waren die schriftlichen Befehle zur Übernahme der Weltmacht von einer Frau unterzeichnet, deren Namen wir dann allerdings nicht mehr im ausführlichen Firmenverzeichis finden können. In dieser Verwirrung könnte man also immer noch andere Personen verdächtigen, da man nie in Kontakt mit irgendeinem Verantwortlichen kommt.

Die Rahmengeschichte (Intro und Ende) um den Bösewicht, Stalingrad, die Japaner und Dr. Mengele hätte man auch getrost weglassen können, es hätte tatsächlich nichts am restlichen Spielablauf geändert. Und ehrlich gesagt, ermüden mich langsam Geschichten, in denen Mengele alle möglichen Supererfindungen und medizinischen Entdeckungen angedichtet werden.

 

Installation und Start

Legacy ließ sich auf meinem Rechner in ca. 45 Minuten von 3 CDs vollkommen auf der Festplatte installieren, so daß man keinen Datenträger mehr im Laufwerk benötigte. Ja, Sie haben richtig gelesen, es können auch 50 Minuten gewesen sein, und man muß sich schon ein wenig im Zaum halten, um die Installation nicht vorher abzubrechen, denn es gibt zwar einen Fortschrittsbalken, der hing aber eine halbe Stunde an der gleichen Stelle fest.

Unsere Datenträger befinden sich zwar in einer schönen Miniklappbox, es wird aber leider kein Handbuch mitgeliefert. Dieses wiederum muß man sich selbst aus dem Internet herunterladen - war da kein Platz für die 1,6 MB mehr auf den CDs? Und was machen Spielekäufer, die keinen Internetanschluß besitzen?

Hat man sich dann durch die Intrologos geklickt gelangt man ins Hauptmenü. Hier kann man vorab schon mal das Optionsmenü aufsuchen und einige Einstellungen vornehmen, wie z. B. Untertitel oder Textbeschreibungen ein- oder ausschalten. Danach startet man ein neues Spiel und gerät in die schwarz-weiß-Ansicht eines russischen Grabenbunkers im 2. Weltkrieg. Hat man hier ein kleines Rätsel gelöst, beginnt der Introfilm und wir beobachten Rens Ankunft auf dem Mars, diesmal in Farbe. Sobald unsere Heldin aus dem Zug ausgestiegen ist, können wir ins Spielgeschehen eingreifen.

Steuerung/Handling

Legacy - Dark Shadows ist ein 3rd-Person-Spiel, das hauptsächlich mit der Maus gesteuert wird. Schmale schwarze Streifen rahmen den Spielbildschirm oben und unten ein. Im oberen schwarzen Balken finden wir - ständig sichtbar - links das Icon von Rens PDA, rechts den Menülink. Im unteren schwarzen Balken werden Rens Kommentare bzw. die Multiple-Choice-Dialoge angezeigt.

Wir bewegen Ren mit Mausklicks auf dem Spielbildschirm, wobei sie einen eingeschränkten Bewegungsbereich hat, der sich auf die vorprogrammierten Pfade beschränkt. Dabei läuft sie auch manchmal durch eine im Wege stehende Mauer einfach hindurch. Auffällig ist eine kurze, aber merkliche Verzögerung bei jedem Bewegungsauftrag, bis sich Ren tatsächlich in Trab setzt. Ein Doppelklick mit der linken Maustaste läßt Ren schneller laufen, die Verzögerung bleibt allerdings.

Der Cursor verändert seine Farbe in Grün, wenn wir von einem Hotspot mehr als eine Beschreibung bekommen können, eine Zoomansicht öffnen dürfen oder mit der Maus einen Szenenausgang berühren. Alle Hotspots werden mit einer Textzeile direkt bei Mausberührung beschrieben, solange man diese Option eingeschaltet hat. Einfache Hotspots werden von Ren bei einem Linksklick nur kommentiert während wir bei den aktionsfähigen Stellen damit automatisch ein kleines Kontextmenü öffnen, in dem wir zwischen den Verben 'Look', 'Talk' oder 'Take' wählen können.

Rens PDA wird entweder durch einen Klick auf das entsprechende Icon oder durch einfachen Rechtsklick mit der Maus geöffnet. Im PDA befinden sich neben einem scrollbaren Inventar auch Rens Kamera, ein Beweissicherungsgerät á la CSI und ein nützliches kleines Werkzeug, mit dem man elektronische Geräte knacken kann. Einen Gegenstand aus dem Inventar kann man mit Linksklick am Bildschirm anwenden oder auch mit einem anderen Inventarobjekt kombinieren. Im Gegensatz zur Spielbeschreibung auf der Verpackung konnte ich nichts Neues am Inventarsystem entdecken.

Da es leider kein Handbuch gibt, war mir auch längere Zeit eine Vergrößerungsfunktion von Inventarobjekten/Karten mittels L-Taste oder Mausrad nicht geläufig. Diese Funktion wird man nicht zufällig finden, da sie nur bei ganz bestimmten Objekten eingesetzt werden kann und auch nur dann, wenn das Objekt angewählt und außerhalb des Inventars gezogen worden ist. Ebenfalls nicht dokumentiert, übrigens auch nicht im heruntergeladenen Handbuch, ist die Abbruchmöglichkeit von Dialogen oder Filmszenen mit der Leertaste.

Im PDA befindet sich darüber hinaus noch Rens Logbuch, das uns manch hilfreichen Hinweis gibt, wenn wir mal nicht wissen sollten, was als nächstes zu tun ist. Auf der Erde bewegt sich Ren schnell per Klick auf einer Karte von Schauplatz zu Schauplatz.

Das Hauptmenü mit Speicher- und Ladefunktionen ist schnell zu erreichen. Die Anzahl der Savegames deren Beschreibungstext man zum Screenshot selbst eingeben kann, ist nicht beschränkt. Leider gab es nach einer bestimmten Zeit Probleme beim Speichern. Das Programm akzeptierte plötzlich keine Texteingaben mehr vom Spieler und vergab eigenartige Ziffernkombinationen für die Spielstände, manchmal blieben die Saveslots auch leer. Besonders unbequem war das Laden von gespeicherten Spielständen, denn es wurden immer die zuerst gespeicherten angezeigt. Hatte man, wie ich, so ca. 70 bis 80 Spielstände angelegt, dann war das Blättern durch die Savegame-Anzeigen schon nervig, vor allen Dingen, weil man es so oft tun mußte wegen der später noch zu beschreibenden Spielabbrüche.

Bis auf die Ladefunktion und die fehlende Dokumentation gibt es allerdings keine wesentlichen Kritikpunkte am Handling.

Grafik/Sound

Bei Legacy können sowohl Hintergrund- als auch Charaktergrafiken noch Verbesserungen vertragen, auch wenn man sich speziell bei der hübschen, honigäugigen Heldin Ren besonders viel Mühe gegeben hat um ihr in ihrer hautengen Kombination geschmeidige und realistische Bewegungen zu verpassen.

Hintergründe und andere Charaktergrafiken sind dagegen nicht mehr so ausgesprochen liebevoll gestaltet. Nicht nur die eingestreuten, kurzen Videoszenen sind sehr verschwommen, auch in den meist sehr dunklen Ingame-Szenen vermisse ich Schärfe, Perspektivgenauigkeit und den auf der Verpackung versprochenen Schattenwurf, zumindest bei der Hauptdarstellerin. Man versucht es zwar mit vielen düsteren Szenen zu überspielen, aber auch Ren muß sich ab- und zu dem vollen Licht aussetzen. Bedenkt man allerdings, daß es sich um das Erstlingswerk eines Independent-Entwicklungsstudios handelt, so sollte man speziell das Potential erkennen, das sich z. B. in der guten Darstellung des Hauptcharakters bereits deutlich manifestiert hat.

Auch wenn das fast 8 Jahre alte Vorbild 'Bladerunner' bei weitem nicht erreicht wird, so konnten Razbor Studios zumindest manchmal eine gute futuristisch-düstere Stimmung erzeugen, beispielsweise mit dem Dauerregen vor manchen Bürogebäuden oder hier und da mit einem Perspektivwechsel, der Ren z. B. in Ameisengröße vor den Konzernhochhäusern zeigt. Neu und überraschend ist wenig, wir kennen Hovercraft-Fahrzeuge oder Riesenanzeigenwände von anderen Titeln. Bei den Locations hat man das Gefühl, schon mal alles so oder irgendwie ähnlich gesehen zu haben, sei es in Beneath a Steel Sky, Vandell oder The Moment of Silence. Interessant Rens schwereloser Auftritt in einem Raumanzug auf einem Asteroiden, wo wir ihr langsames Auf- und Abschwingen abwarten müssen und kein Doppelklick sie beschleunigen kann.

Positiv ist die recht große Zahl von Schauplätzen mit einer Menge verschiedener Szenenbilder und Räume (die Angabe 230 scheint mir nicht zu hoch gegriffen). Und wenn man von dem etwas nervigen Rausschmeißer-Titel beim Verlassen des Spiels absieht, werden die Szenen von unaufdringlicher Hintergrundmusik mal klassisch, mal modern begleitet. Allerdings ist die Packungsaussage "Beeindruckende kinomäßige Musik" stark übertrieben. Die Geräuschkulisse bzw. Geräuscheffekte sind jedoch auf ein Minimum beschränkt, wie z. B. Schritt- oder Türgeräusche. Auf dem Mars z. B. hat man das Gefühl, in einem Filmstudio zu sein, so steril hört es sich an.

Leider gibt es überhaupt keine Lippenbewegungen oder die Sprachausgabe unterstützende Gestik in Legacy. Und da wären wir beim absoluten Schwachpunkt des Spiels: der Sprachausgabe. Ich vermute mal, daß uns Kontinentaleuropäer der fette slawische Akzent aller Charaktere eher belustigt als stört, aber darüber hinaus sind die Texte weder professionell betont noch richtig ausgesprochen. Und wenn es zusätzlich sowohl in der lesbaren Untertitelung als auch im Spiel selbst noch jede Menge Fehler gibt - ich meine damit nicht nur die englischen Rechtschreib- und Grammatikfehler sondern auch einfache Flüchtigkeitsfehler, wenn z. B. die Kneipe einmal Ropa genannt wird wo sie doch Roopa heißt, dann bemerkt man die heiße Nadel mit der alles wohl gestrickt wurde. Hinzu kommen Textbugs in bestimmten Szenen, in denen zum einen die Hotspotbeschreibungen einer anderen Szene verwendet wurden zum anderen Textbeschreibungen einfach fehlten.

Daneben kann man sich auch auf der netten Klappbox nicht auf ein Datum für die Schlacht von Stalingrad einigen, mal heißt es da 1941, mal 1942. Wäre nicht schlecht gewesen, wenn die Entwickler ganz einfach mal nachgeschlagen hätten, daß die Schlacht um Stalingrad zwischen August 1942 und Februar 1943 stattfand. Im Spiel heißt es dann aber wieder 1941!

Das Verwechseln der Textbeschreibungen hat mich auf eine interessante Tatsache gestoßen: betrachtet man teilweise sehr unterschiedliche Szenenbilder, so erkennt man plötzlich, daß sich Hotspots immer an den gleichen Stellen befinden, also beispielsweise auf Fluren ist immer die Tür unten links zu öffnen und gegenüber in einer bestimmten Höhe kann man in der einen Szenen einen Papierkorb in der anderen z. B. eine Flasche betrachten. Da hat man sich wirklich nicht gerade viel Mühe gegeben, den Spielern eine gewisse Abwechslung zu bieten!

Rätsel

Legacy - Dark Shadows hat hauptsächlich inventar-/objektbasierende Rätsel, die von einigen sehr leichten Logikrätseln ergänzt werden, dabei auch eine Sokobanvariante. Alle Rätsel sind bis auf vielleicht ein oder zwei Ausnahmen ausgesprochen einfach und sollten auch Einsteigern keine längeren Probleme bereiten. Der Rätselaufbau ist streng linear, man muß in klarer Reihenfolge vorgehen und dabei auch mal öfters mit den gleichen Personen reden.

Übrigens verspricht die Verpackung einen Schwerpunkt auf 'nichtlinearen Dialogen'. Ich weiß nicht was Razbor Studios darunter verstehen, aber ich vermute, daß sie dabei Multiple-Choice-Dialoge meinen im Gegensatz zu automatisch ablaufenden Gesprächen. 'Nichtlineare Dialoge' kenne ich beispielsweise von "Post Mortem", bei denen eine Dialogauswahl die weitere Handlung beeinflußt. Das ist bei Legacy - Dark Shadows definitiv nicht der Fall.

Es gibt zwar glücklicherweise nicht nur spielrelevante Hotspots, aber der jeweilige Wink mit dem Zaunpfahl durch das Aufleuchten des Cursors über manipulierbaren Gegenständen macht das Vorwärtskommen zu einem Kinderspiel. Nach größeren Ortswechseln wird Rens Inventar, in dem wir selten mehr als acht oder neun Gegenstände aufbewahren, dann auch noch geleert. Wir tragen also nichts Unbrauchbares herum, das uns verwirren könnte.

Es gibt keine Action-/Arcadesequenzen in denen wir Reaktionsvermögen, Fingerfertigkeit oder Schnelligkeit benötigen. Auf Labyrinthe oder zeitabhängige Sequenzen wurde verzichtet. Ren kann nicht sterben und es gibt auch kein GameOver. Allerdings sollte man trotzdem oft speichern, da plötzliche Spielabbrüche sehr häufig vorkommen. Die maximale Spieldauer liegt nach meiner Einschätzung bei ca. 12 Stunden (ohne Lösungshilfe versteht sich).

Bugs

Ich habe bisher bereits einige der vielen Bugs angesprochen. Besonders unangenehm war Rens Verschwinden als Spielfigur in einem Kapitel des Spiels. Zunächst vermutete ich, daß vorübergehend auf 1st-Person-Sicht umgeschaltet worden war, aber die Fußtritte, die sich von einer Ecke zur anderen bewegten und die Darstellungsform überzeugten mich davon, daß meine Spielfigur einfach nicht angezeigt wurde.

Ohne jede Vorwarnung wurde Legacy sehr häufig abgebrochen, konnte allerdings nach einem Abbruch immer wieder fortgeführt werden.

Darüber hinaus gab es Probleme bei der korrekten Speicherung von Spielständen und fehlende oder falsche Hotspotbeschriftungen.

Stalingrad in das Jahr 1941 zu legen ist ein inhaltlicher Fehler. Darüber hinaus stimmen viele Angaben auf der Verpackung nicht, bei den minimalen Systemvoraussetzungen z. B. handelt es sich um die empfohlene Konfiguration.

Obwohl sich bei mir kein 'tödlicher' Fehler zeigte, haben die vielen Probleme und Problemchen mir den Spaß - zumindest zeitweise - richtig verdorben.

 

Fazit

Legacy - Dark Shadows ist ein nettes Adventurespiel für Zwischendurch, das keine großen Herausforderungen birgt. Wer 3rd-Person-Adventurefan ist und bereits alles gespielt hat, was es aktuell in diesem Bereich gibt, der kann sich ruhig daran versuchen. Man sollte aber von vorneherein nicht mit zu großen Erwartungen an dieses Erstlingswerk von Razbor herangehen, es spielt in einer anderen Liga als The Moment of Silence oder Sherlock Holmes.

Gesamtwertung: 66%

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Minimale Systemvoraussetzungen laut Verpackung:

  • Windows 98/ME/2000/XP
  • Pentium III 1 GHz
  • 256 MB RAM
  • 1,5 GB freier Festplattenplatz
  • 64 MB Grafikkarte
  • 24fach CDROM-Laufwerk
  • DirectX 9

Minimale Systemvoraussetzungen laut Readme-Datei:

  • Windows 98/98SE/2000/XP
  • Pentium II 650
  • 128MB RAM
  • CD-ROM-Laufwerk
  • Maus und Tastatur
  • 1024x768 SVGA high color (16-bit) DirectX kompatible Videokarte mit 32MB RAM
  • Windows-kompatible Soundkarte
  • 1400 MB auf der Festplatte
  • Microsoft DirectX 8.1

 

gespielt mit:

  • Windows XP
  • P IV 1,6 GHz
  • 512 MB RAM
  • 16x DVD-ROM (Ultima Artec)
  • nVidia GeForce 2MX400 64 MB Grafikkarte
  • Soundkarte DirectX-kompatibel

 

 

 

 

 

Hauptmenü
Hauptmenü

 

Auf Bilder klicken zum Vergrößern

Der interaktive Vorspann ist in Schwarz-Weiß gehalten
Der interaktive Vorspann ist in Schwarz-Weiß gehalten

 

Ren auf ihrem Weg zur Marskolonie
Ren auf ihrem Weg zur Marskolonie



Auf dem Mars steht der letzte Bluetooth-Baum von der Erde - nette Anspielung
Auf dem Mars steht der letzte Bluetooth-Baum von der Erde - nette Anspielung



Ren geht einkaufen
Ren geht einkaufen



'Stay' oder 'staying' fällt nicht nur Ren auf
'Stay' oder 'staying' fällt nicht nur Ren auf

 

Über das Logbuch erhalten wir oft wichtige Hinweise
Über das Logbuch erhalten wir oft wichtige Hinweise

 

Wo findet man Informationen? - Am Tresen natürlich
Wo findet man Informationen? - Am Tresen natürlich

 

Hacker meldet sich
Hacker meldet sich

 

Kommt einem irgendwie bekannt vor, nicht wahr?
Kommt einem irgendwie bekannt vor, nicht wahr?

 

Das Büro der Privatdetektivin
Das Büro der Privatdetektivin

 

Eine kurze Filmszene
Eine kurze Filmszene

 

Per Karte kann sich Ren von Ort zu Ort bewegen
Per Karte kann sich Ren von Ort zu Ort bewegen

 

Ein Türöffnungsmechanismus
Ein Türöffnungsmechanismus

 

Ganze Kathedralen finden wir unterirdisch in der 'verbotenen Zone'
Ganze Kathedralen finden wir unterirdisch in der 'verbotenen Zone'

 

Regelmäßige Perspektivwechsel bringen Abwechslung
Regelmäßige Perspektivwechsel bringen Abwechslung

 

Ein Rätsel, das uns ein verrückter Computer stellt
Ein Rätsel, das uns ein verrückter Computer stellt

 

Hier sollte eigentlich unsere Heldin zu sehen sein
Hier sollte eigentlich unsere Heldin zu sehen sein

 

Auf dem Asteroiden Pallas kann man sich nur im Raumanzug bewegen
Auf dem Asteroiden Pallas kann man sich nur im Raumanzug bewegen

 

Der Ladebildschirm faßt nur 9 Speicherplätze, es muß gescrollt werden
Der Ladebildschirm faßt nur 9 Speicherplätze, es muß gescrollt werden

 


Es regnet mal wieder

 

Im Hauptquartier
Im Hauptquartier

 

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