MAJESTIC

Titanic im WeItraum
Vom Jungfernflug auf die Schrotthalde: Ein stolzer Weltraumkreuzer verschwindet und taucht Jahre später mit einem schrecklichen Geheimnis wieder auf.

Die Majestic ist ein wahrlich mächtiges Raumschiff. Gebaut wurde sie, um Touristen zu befördern, die ihr Vergnügen an Bord haben sollten und nur jeden erdenklichen Komfort genießen konnten. Doch irgendwas geht schief. Auf dem Weg in die Plejaden verschwindet die Majestic von den Schirmen der Überwachung und ward seitdem nicht mehr gesehen.


Diese bedrohlichen Wesen stammen aus einer anderen Dimension

Bis vor kurzem jedenfalls. Die Majestic ist wieder aufgetaucht, allerdings ohne irgendwelche Signale von sich zu geben. Was ist in den Jahrzehnten seit ihrem Verschwinden geschehen? Um dies herauszufinden, wird ein Historiker losgeschickt, der mit seinem eigenen Schiff vor der Majestic andockt.
Keine Angst, Geschichtskenntnisse sind nicht gefragt, um erfolgreich in die Rolle dieses Wissenschaftlers schlüpfen zu können. Die grauen Zellen müssen schon eher angestrengt werden, soll das Geheimnis der Majestic gelüftet werden. Glücklicherweise braucht die Spielfigur nicht selbst an Bord des Geisterschiffs zu gehen, das erledigen vier computergesteuerte Sonden, die man nur über ein Terminal zu steuern braucht.


Hier konnten sich früher die Gäste vergnügen

Die Sonden fangen nicht nur Bilder ein, sondern können an Computerterminals angedockt werden und per Schneidbrenner sogar Türen öffnen. Allerdings können sie die vielen Kraftfelder und paßwortgeschützten Safes nicht öffnen. Um dies zu erreichen, muß die Majestic erkundet, die Einrichtung Stück für Stück untersucht und nach Indizien abgegrast werden.

Nach einiger Zeit kommt so heraus, daß das Schiff zwar ohne Menschen, aber nicht leer ist - Aliens tummeln sich an Bord. Und anscheinend suchen sie einen Gegenstand, der sowohl für die Aliens als auch für die Menschheit von besonderer Bedeutung sein kann. Einen Vorteil gibt es aber im Wettlauf für die menschliche Seite: Irgend jemand hat die Rätsel und Kraftfelder ganz bewußt so angelegt, daß nur ein Mensch sie lösen kann. So lassen sich bestimmte Paßwörter erfahren, wenn Limmericks gelöst werden oder die Anordnung von Billardkugeln richtig als Zahlenreihe interpretiert wird.


Die Brücke ist komplett durch das Sicherheitssystem lahmgelegt worden

Die Aliens laufen aber ebenfalls nicht tatenlos auf der Majestic herum. Sie versuchen, den Gegenstand vor den Sonden zu finden und greifen deshalb auch an. Allerdings kann man sie nicht sehen, da sie in einer anderen Dimension leben, die nur durch eine Phasenverschiebung sichtbar gemacht werden kann. Wie das funktioniert? Entweder löst man ein paar Rätsel, oder man fragt Geordie la Forge von der Enterprise: Der mußte das auch schon mal durchmachen.


Einstiegsmöglichkeiten werden hier übersichtlich angezeigt

Schiff Ahoi!
Aha, da ist wieder eines dieser Mystery-Adventures! Edle Grafiken, die gezoomt und nicht gewechselt werden, dazu ein Sound im besten "Faithless-Stil" und die gruselige Atmosphäre an Bord der Majestic sind wirklich dazu angetan, stundenlang durch die Gänge zu wandern und neue Örtlichkeiten zu entdecken.

Auch die Rätsel haben es in sich: Statt Knobelei ist echte Gehirnakrobatik gefragt. Teilweise kommt man nur weiter, wenn die Englischkenntnisse weit über das durchschnittliche Maß hinaus reichen. Ankreiden muß ich dem Spiel allerdings, daß es nicht allzu viele Rätsel gibt.

Was uns auffiel:
+ guter Sphären-Techo-Sound
+ klasse Kamerafahrten
- zu wenig Rätsel

Minimale Systemvoraussetzungen: 486/66, 8 MB, SVGA, Windows, 2x CDROM-Laufwerk

Bewertung:

  • Grafik: 3 von 5
  • Sound: 4 von 5
  • Komfort: 3 von 5
  • Gesamt: 3 von 5

Hersteller: Piranha

 

PC SPIEL 12/96

 

 

Home of Adventure-Archiv

 

 

 

seite gezählt durch: