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Martin Mystére - Operation Dorian Gray
(Deutscher Titel: Das Eulemberg Experiment)


Erscheinungsdatum: 07/2005
Entwickler: Artematica
Publisher: GMX Media

PEGI: 7+


Spielsprache: Englisch


Boxshots


Ein Review von   slydos   21. Juli 2005

Addendum zur deutsche Version
von André   15. September 2006

 

Seit die Originalversion des Krimispiels mit Meisterdetektiv Martin Mystére erschienen ist, nämlich kurz vor Weihnachten 2004, wartet die nicht Italienisch sprechende Spielergemeinde auf die englische Sprachversion des 3rd-Person Point&Click Adventures, das von GMX nun im Juli 2005 nach einigen Verschiebungen veröffentlicht wurde.

Weshalb es so wichtig ist, Martin Mystére in einer verstehbaren Version zu erhaschen? Na, unser Superheld gibt eine Menge Text von sich, und es wäre eine Schande, wenn man auch nur eine seiner witzigen Bemerkungen nicht mitbekommen würde!

Dem von Alfredo Castelli Anfang der 80er Jahre erschaffenen Comic-Helden und Spezialisten für übernatürliche und außergewöhnliche Fälle wurde von Artematica ein interaktives Kleid maßgeschneidert. Mystére hat übrigens seine langjährige Verlobte Diana Lombard geheiratet, und lebt mit ihr und seinem ganz speziellen Freund Java in New York. Er ist nicht nur die Spezialwaffe des FBI sondern auch ein in vielen Wissenschaften und Künsten sehr gebildeter Mensch, sozusagen ein Fox Mulder mit Indiana Jones gekreuzt zur Potenz. Der Untertitel unseres Spiels frei nach Oscar Wilde "Operation Dorian Gray" weist uns darauf hin, daß es diesmal um einen Traum der Menschheit geht - die ewige Jugend.

 

Geschichte

Die spannende Geschichte beginnt mit dem Mord an Professor Eulemberg, einem hochangesehenen Wissenschaftler des M.I.T.-Institutes. Martin erfährt davon durch einen Telefonanruf seines FBI-Freundes Travis, der ihn als Ermittler zu dem Fall hinzuzieht. Mit wem stand Eulemberg in Kontakt und woran arbeitete der geniale Mann?

Unser Held muß zunächst gegen Alltagstücken kämpfen und sich gegen Bürokratennasen durchsetzen. Dabei behält er immer seinen Humor, der so richtig ansteckend wirkt. Seine Untersuchungen führen ihn auch nach Mexiko (jeder Adventureheld/jede Heldin sollte mindestens einmal in seinem/ihrem Leben ein Pyramidenrätsel lösen). Langsam wird klar, daß Eulemberg wohl einem sensationellen Geheimnis auf der Spur war, das auch andere dunkle Subjekte angezogen hat. Martin gerät in lebensbedrohliche Situationen und wir müssen alles dafür tun, ihn wieder da herauszuholen.

Mehr wird nicht verraten, deshalb auch keine Screenshots aus der 2. Hälfte des Spiels, wo es noch zu überraschenden Wendungen kommen wird. Martin Mystére ist ein realistisches Comicadventure in dem sowohl Humor als auch Ernst ihren Platz haben. Ein Widerspruch? Nein, einfach lebendig erzählt mit dem richtigen Maß an amüsanten, bizarren und fesselnden Elementen.

 

Interaktivität

Hat man Martin Mystére beendet, wird man den Eindruck nicht los, sehr viel getan zu haben. Obwohl das Spiel mit ca. 16-18 Stunden keineswegs eine lange Spielzeit hat, kommt es einem so vor, als wäre man ständig aktiv gewesen, hätte dauernd untersucht, geknobelt, geredet, wäre hin- und hergeeilt und hätte dabei so viele kleine Details und Hintergründe erfahren, daß es für drei Spiele reichen würde. Es kommt einfach kein Leerlauf, keine Langeweile und nur wenig gefühlte Wiederholung auf und dadurch auch kein Frust. Zum einen liegt das an einem gesunden Maß an Nichtlinearität innerhalb der Handlungsgrenzen zum anderen an der sehr großen Zahl von Hotspots und Betätigungsmöglichkeiten außerhalb des minimal zu erledigenden Handlungsstranges. Und wenn man gerade mal keine Idee zu einer vorwärtsgerichteten Aktion hat, dann kann man Martin immer noch einen Plausch mit Alfredo Castelli am Telefon halten lassen und seinen Spaß daran haben.

 

Rätsel

Bis auf wenige Ausnahmen (Dekodierrätsel) dreht sich bei Martin Mystére alles um Objekt-/Inventarrätsel. Ich habe sie als ausgesprochen logisch empfunden, was für einen reibungslosen Spielfluß sorgt. Natürlich kommt auch unser Held nicht um banale Türöffnungsrätsel herum aber es gibt auch einige wunderschön einfallsreiche Aufgaben und einen ganz besonderen Clue. Insgesamt liegen die Rätsel fast ausschließlich im Bereich 'einfach'. Da gibt es keine Kopfnüsse auf die nicht irgendwo ein Hinweis zu finden wäre. Ich halte das Spiel für eine fabelhafte Einstiegsdroge ins Abenteuergenre ohne Sackgassen, Game Overs oder Action-/ bzw. Geschicklichkeitselemente. Anlaß zur Kritik bietet nur die Tatsache, daß nach einem kontinuierlich leichten Anstieg des Schwierigkeitslevels im letzten Viertel der vorher hohe Hotspotfaktor von vielleicht 10:1 doch sehr abrupt halbiert wurde, während die Rätsel auch wieder auf Einstiegsniveau zurückfallen und die Geschichte etwas hastiger zu Ende gebracht wird.

 

Handling

Martin Mystére ist ein 3rd-Person-Adventure das 'fast' ausschließlich mit der Maus gesteuert wird. Um das Hauptmenü einzublenden mußte ich allerdings das Handbuch zu Rate ziehen, es geht nämlich nur über die F1-Taste. Das Menü bietet neben den Standardfunktionen unter Extras je nach Spielfortschritt Skizzen und Videoszenen. Speichern und Laden funktioniert per Klick über spärliche 8 Speicherplätze die mit Screen-Icons belegt werden und den entsprechenden Akt des Spiels angeben.

Das Inventars am unteren Bildschirmrand öffnen oder schließen wir über einen ständig eingeblendeten Button in der linken unteren Ecke des Bildschirms. So kann man selbst entscheiden, ob das Inventar sichtbar ist oder nicht. Man sollte es auch besser abgeschaltet lassen, solange man damit nichts vorhat, denn die bunt gefüllte Inventarleiste lenkt stark von der darüber liegenden Textzeile ab, in der wir die Beschreibungen zu Hotspots erhalten und damit erfahren, ob es sich um einen interaktiven Bidschirmbereich handelt oder nicht. Mit einem Linksklick lösen wir dann ausführliche Beschreibungen aus, die aber leider zum einen nur sehr kurz eingeblendet und zum anderen nicht akustisch von unserem Helden wiedergegeben werden. Für eine Sprachbeschreibung der Objekte am Spielbildschirm hat es leider nicht gereicht, nur bei den Inventargegenständen hören wir Martins Stimme.

Generell schauen wir uns Gegenstände mit der linken Maustaste an und können mit der rechten Maustaste durch die Aktionsmöglichkeiten zappen, um mit Objekten oder Personen zu interagieren. Der Cursor wird genauso innerhalb des Inventars benutzt, wo wir auch Objektmanipulationen und -kombinationen durchführen können. Gegenstände, die Martin auf seine Mission mitnimmt, sind eine Karte von New York, in die automatisch alle neu zugänglichen Schauplätze eingetragen werden und sein Handy, mit dem er gespeicherte Nummern anrufen kann, auf dem er aber genauso gut kontaktiert werden kann.

Bis auf die etwas unglücklich geratene Textzeile zur Objektbeschreibung sind Handhabung und Umgang mit dem Spiel sehr komfortabel und schnell verstanden.

 

Grafik

Unser 3D-Held verleugnet mit seinem kantigen Gesicht und seiner blonden Haartolle seine Comic-Herkunft nicht. Er bewegt sich geschmeidig dorthin, wohin unsere Maus ihn schickt oder zu Gegenständen, die wir näher untersuchen wollen. Er wird nicht der einzige kontrollierbare Spielercharakter bleiben. Auch einige der anderen 3D-Charaktere (über 30 interaktive), aber nicht alle, spielen ein wenig ins comichaft überzeichnete. Diana oder Travis z. B. haben wiederum sehr realistische Züge. Gang und Gestik ist fließend und passend, allerdings hätte man sich mehr Kantenglättung gewünscht. Zu Mimik und Lippensynchronität gibt's wenig zu sagen, da die Spielfiguren in diesen Situationen fast immer entsprechend klein oder von hinten gezeigt werden außer in einigen Videoszenen. Spiegelungen und dynamischer Schattenwurf, Regen und Lichteffekte haben mir gut gefallen.

Die Videoszenen dienen fast immer als Übergang zwischen den einzelnen Kapiteln und orientieren sich an der überlappenden Fenstertechnik von Comicstripzeichnungen. Eine schöne Idee, leider können sie aber nicht überzeugen, da sie ausgesprochen verschwommen wirken.

Dagegen ist die gerenderte Hintergrundgrafik der Schauplätze prächtig. Die opulenten Locations mit Unmengen von Hotspots laden zum Durchstreifen und Untersuchen ein, und wirken gegenüber den Charaktergrafiken wenig comicstilmäßig. Martin Mystére hat ein sofort spürbares eigenes Flair, benutzt dabei keinen trickfilmähnlichen Grafikstil wie Runaway sondern zeigt einen eigenen hell- und weichgezeichneten Ausdruck. Von den 9 Hauptschauplätzen mit etwa 50 interaktiven Szenenbildern werden nach und nach immer mehr zugänglich.

 

Sound/Sprache/Texte

Die manchmal jazzige, manchmal dramatische Hintergrundmusik trägt ausgezeichnet zur Atmosphäre bei, durch die wir bereits beim Szenenwechsel spüren können, ob es leicht-heiter weitergeht oder spannend wird. Betritt unser Held beispielsweise das Museum mit Saurierskeletten so klingt die Musik 2-3 Töne lang andeutungsweise wie das Jurrassic Park-Thema.

Die Übersetzungen der Texte erschienen mir manchmal nicht so wirklich gelungen und es gibt eine ganze Reihe von Schreibfehlern, die man hätte vermeiden können, auch im Handbuch. Z. B. schreiben sich die Azteken manchmal Aztecs aber auch häufig Aztecks, was mich persönlich allerdings weniger stört als es bei Muttersprachlern wahrscheinlich der Fall sein wird.

Die Auswahl der Synchronstimmen ist passend und die Sprachausgabe ausdrucksvoll bis auf die Tatsache, daß die Sprecher sich akribisch an die Geschwindigkeit der Untertitel halten und deshalb oft innerhalb eines Satzes kleine Pausen einlegen bevor der nächste Text erscheint. Auch wenn dadurch manchmal ein Satz nicht so flüssig gesprochen wird, wie es normalerweise in einer Unterhaltung geschieht, so war ich als eingefleischter Untertitel-Leser über diese Synchronität eigentlich sehr froh. Beim Einspielen gesprochener Texte wird die Hintergrundmusik immer zurückgenommen was nicht zu verachten ist, aber manchmal störte ein leises Knacken diese Übergänge.

Schade finde ich, daß nicht alle Textzeilen, also auch die Beschreibungen der vielen Objekte, akustisch vernehmbar sind, zum einen weil ich die angenehmen Sprechstimmen gerne öfter gehört hätte zum anderen wäre es vielleicht dadurch zu einer Verlangsamung der recht hohen Anzeigegeschwindigkeit gekommen. Manche Texte werden nämlich nur einmal angezeigt und beim nächsten Klick bekommen wir einen neuen Kommentar.

 

Technisches

Bei der automatischen Installation von einer CDROM gab's keine Probleme. Starten und Verlassen des Spiels, sowie das Laden einiger Videosequenzen ist ein wenig zeitintensiver, während sich Szenenwechsel noch 'im Rahmen normaler Parameter' bewegen. Es gab bei meiner Konfiguration keine Spielabbrüche oder sonstige Bugs.

Aufgefallen ist mir der in Proportionalschrift gehaltene Blocksatz auf der Verpackung und besonders im Handbuch und der steglose Satzspiegel, was weder ästhetisch wirkt, noch zur Lesbarkeit des in Zeitungsform gestalteten 16seitigen Hochglanzhandbuchs beiträgt. Da hätte man lieber Profis rangelassen.

 

Fazit

Martin Mystére ist der sympathische Held, mit dem man sich sofort idenfizieren muß. Die Story bietet eine äußerst gelungene Mischung aus Humor und Spannung, die ganz sicher nicht nur Fans von Comics oder Detektivspielen Spaß machen wird. Das Spiel ist actionfreies reines Point&Click, leicht steuerbar und bietet eine frustfreie Rätselkost für ein breites Publikum, sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene. Auch für die Altersklasse ab 7 (laut PEGI) sehe ich weder Gefahren noch Überforderung (natürlich sollte man für diese Sprachversion des Englischen mächtig sein). Martin Mystére und seine Freunde bieten sich geradezu als Serienhelden an. Ich hoffe, wir hören demnächst eine positive Nachricht von Artematica bezüglich eines neuen Abenteuers mit dem Meisterdetektiv.



Bewertung: 82 %

 

Addendum:
Das Eulemberg Experiment deutsche Version
von André   15. September 2006

Erscheinungsdatum:  08/2006
Entwickler: Artematica
Publisher: Most Wanted Games

PEGI: 7+
USK: ohne Altersbeschränkung


Spielsprache:
Deutsch


Boxshots

Na, da haben die Publisher ganze Arbeit geleistet, den potenziellen Käufer ordentlich zu verwirren? Eigentlich sollte es ja "Martin Mystère - Operation Dorian Gray" heißen – genau wie das englische Original. Daraus wurde dann zeitweilig "Adam Quatermain in: The New Millenium Adventure" um dann entgültig in „Das Eulemberg Experiment" umbenannt zu werden. Der Hauptdarsteller wiederum heißt in Deutschland nicht etwa Martin Mystère oder Adam Quatermain sondern Adam Quinn. Ahoi!

Das Eulemberg Experiment erscheint in Deutschland auf einer CD-Rom in einem DVD-Case, welches sich noch einmal in der üblichen kleinen (Klapp-)Box befindet. Diese Form der Verpackung hat sich ja seit einiger Zeit anstelle der alten Kartonverpackungen eindeutig durchgesetzt. Bei der Gestaltung von Box und Illustrationen hat man sich viel Mühe gegeben. Auf dem Cover ist Adam nicht so gedankenverloren dargestellt wie auf dem englischen, sondern eher dynamisch entschlossen. Es gibt ein 16-seitiges, ebenfalls ansprechendes Handbuch, aufgemacht im Stil einer Zeitung. Auch hier hat man im Vergleich zur Originalversion noch einmal das Design optimiert. So gibt es jetzt z.B. auch einen Seitenrand, der das Büchlein besser lesbar macht und vor allen Dingen ästhetischer aussehen lässt.

Auf das Spiel habe ich mich schon lange gefreut, da mir die Screenshots sehr zugesagt haben. Und da höre ich nun von mancher Seite Abwertungen wegen der vermeintlich schlechten Grafik. Ich denke, dass solche Kritik bestenfalls im Ansatz zutrifft.

Nun gut, man sieht kaum Mimik in den Gesichtern der Darsteller, was besonders in den Nahaufnahen der ebenfalls sehr unscharfen Zwischensequenzen auffällt. Auch landen Gegenstände, welche man aufhebt, wie von Geisterhand in den Fingern von Adam. Trotzdem gefällt mir das optische Erscheinungsbild ausgesprochen gut. Die Grafik ist nämlich solide und zweckmäßig in der Tradition klassischer 3rd-Person-Adventures gehalten. Die Bilder sind klar strukturiert und wirken nicht überladen. Zudem mag ich einfach den Stil der ernsthaften Comic-Grafik für „Erwachsene" mit Detektivstory-Flair. Dabei erinnert das Spiel vom Ambiente zumindest ansatzweise an Baphomets Fluch. Hier machen besonders die etwas in diesem Stil gehaltenen prächtigen Hintergründe wett, was bei den Figuren und den Sequenzen noch nicht hundertprozentig aussieht.

Die deutsche Lokalisierung ist ebenfalls gelungen. Die Stimme von Adam fällt direkt auf. Sie ist sehr markant und passt auf jeden Fall sehr gut zu dem gestandenen Detektiv. Auch die anderen Figuren wurden einwandfrei synchronisiert. Die deutsche Übersetzung gefiel mir gut, auch wenn mir der Vergleich zum Original fehlt, besonders der zwischendurch immer wieder durchscheinende Humor. Ein Humor, bei dem man selten laut loslacht. Aber es sind die oft trockenen Dialoge oder Kommentare von Adam, die mich schmunzeln lassen, deren Art mich übrigens ebenfalls ein wenig an die Adventures mit George Stobbart erinnert.

Schade allerdings, dass wie schon in der englischen Version, die Beschreibungen der zahlreichen Objekte ebenfalls nicht gesprochen, sondern nur untertitelt sind. So wirkt das Spiel manchmal leerer, als es eigentlich sein müsste. Erschwerend kommt noch hinzu, dass man die Textgeschwindigkeit nicht einstellen kann und nach einer eingeblendeten Beschreibung der Cursor verschwindet. Das irritiert, denn man weiß nie, ob die Beschreibung jetzt zu Ende ist oder noch Text kommt, besonders wenn man einen Absatz weggeklickt hat. Und so habe ich immer wieder automatisch noch einmal die Maustaste gedrückt - mit dem Ergebnis, dass ich Texte permanent zweimal lesen durfte oder zu früh weggeklickt habe.

Das Eulemberg Experiment ließ sich problemlos installieren und es gab keine nennenswerten Schwierigkeiten, auch nicht mit dem Kopierschutz.

Anlass zur Kritik gibt es allerdings bezüglich der Handhabung. Ich starte das Spiel und wromms – es ist viel zu laut! Kein Problem, denke ich, wofür gibt es Lautstärkenregler. Aber Fehlanzeige! Im Handbuch ist zwar so ein Regler angegeben, und sogar explizit beschrieben wie man angeblich Musik, Soundeffekte und Dialoge getrennt regeln könne. Aber da hat man doch tatsächlich vergessen, diesen einzubauen. Ich fasse es nicht! Wie zerstreut kann man sein? Abgesehen davon fand ich die eigentlich sehr schöne und meistens an sich beruhigende Musik im Verhältnis zur Sprachausgabe viel zu laut und mit der Zeit störend.

Speicherplätze werden automatisch hintereinander angelegt. Schwer wird’s falls man mal einen alten Speicherstand benötigt. Diese soll man nun tatsächlich nur anhand winziger Bildchen erkennen? Man kann sie nämlich weder beschriften, noch sind sie irgendwie per Datum, Nummern oder sonstwie gekennzeichnet. Es gibt lediglich einen Hinweis darauf, in welchem Akt man sich befindet. Da wünsche ich fröhliches Raten.

Der Rest weiß hingegen zu gefallen. Kein unnötiger Schnickschnack bestimmt die Ausstattung der deutschen Version. Stattdessen dominiert der Reiz des Minimalismus: Es gibt ein Knöpfchen zum Ein- bzw. Ausstellen der Untertitel, Möglichkeiten zum Ansehen freigeschalteten Artworks oder Videosequenzen und das wären soweit alle Funktionen.

Fazit

Es stört mich nur bedingt, dass es kleine Schwächen bezüglich der Handhabung sowie der grafischen Umsetzung gibt, denn das ist auch gar nicht so entscheidend. Zumal der optische Gesamteindruck trotzdem absolut überzeugend und in sich stimmig ist. Es sind nur ein paar Details die nicht so gefallen: So muss man z.B. viele der vollgepackten Räume mehrfach durchsuchen, wenn man einen neuen Hinweis erhalten hat. Auch würde eine Rennfunktion für den recht langsam dahinschlurfenden Adam dem Spiel deutlich mehr Dynamik verpassen. Alles weitere wurde bereits im Review zur englischen Version beschrieben, dem ich mich nur anschließen kann: Das Eulemberg Experiment ist ein Adventure, das über interessante Charaktere, nette Rätsel und eine spannende Geschichte verfügt. Deshalb glaube ich, dass auch deutsche Abenteurer viel Freude am Spiel haben werden, besonders wenn man klassische Detektivadventures mag. Ich hatte sie auf jeden Fall und würde mich freuen, wenn ich Adam Quinn in einer Fortsetzung durch einen neuen Fall lenken dürfte - besonders wenn bis dahin noch ein wenig an den Feinheiten gefeilt würde. Daher ebenfalls

Bewertung: 82 %

 

Copyright © andré für Adventure-Archiv, 15. September 2006

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Minimale Systemanforderungen:

  • Windows ME/2000/XP
  • Pentium III 866 Mhz
  • Grafikkarte 32 MB
  • 128 MB RAM
  • 700 freier Speicherplatz auf der Festplatte
  • 32x CDROM
  • Windows kompatible Soundkarte, Tastatur und Maus

gespielt mit:

  • Windows XP
  • P IV 1,6 GHz
  • 512 MB RAM
  • 16x DVD-ROM (Ultima Artec)
  • nVidia GeForce 2MX400 64 MB Grafikkarte
  • Soundkarte DirectX-kompatibel

 

 

Copyright © slydos für Adventure-Archiv, 21. Juli 2005

 

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Manche Inventarobjekte können vergrößert dargestellt werden
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