| Memento
Mori
Erscheinungsdatum: 31.10.2008
Entwickler: Centauri
Productions
Publisher: dtp/Cinemax
Spielsprache und Handbuch: Deutsch
Altersfreigabe: USK ab 12 Jahre / PEGI ab 16 Jahre
Homepage
Boxshots
Ein Review von MaryScots 28. Januar 2009
Auch wenn jetzt wahrscheinlich nicht allzu viele
Abenteurer spontan etwas mit dem Namen Centauri Production anfangen können, ist das
tschechische Entwicklerteam kein unbeschriebenes Blatt im Genre. Märchen- und
Zeichentrick-Adventurefreunde erinnern sich möglicherweise an Väterchen Frost und
die kleine Nastya, an dem CP mitgearbeitet haben, und diejenigen unter Euch,
denen auch ein wenig Action" hier und da nichts ausmacht, haben vielleicht Gooka Das
Geheimnis von Janatris gespielt. Beide Spiele waren nicht unbedingt etwas für
den Massengeschmack. Mit Memento Mori ist man jetzt auf den rollenden Zug der
Mystery-Thriller rund um Geheimbünde, korrupte Würdenträger und Ritualmorde
aufgesprungen. Was von all dem in Memento Mori steckt, habe ich versucht für Euch
herauszufinden. Lest selbst!
Der Titel Memento Mori, wörtlich aus dem
Lateinischen Gedenke zu sterben", im Deutschen jedoch häufiger übersetzt mit
Gedenke des Todes", also eigentlich: Memento Moris" (Quelle:
Wikipedia), war der eigentliche Grund, warum
ich dieses Adventure unbedingt spielen wollte, noch bevor ich genaueres über die Story
wusste. Dort verharrte mein Wissensstand auch bis knapp vor Spielbeginn, da ich mir
angewöhnt habe, verkaufszahlenhypende Pressemitteilungen zu den mir zum Test angedachten
Spielen weitgehend zu ignorieren. So ist das Spielerleben meist intensiver und
überraschender. Es stellte sich heraus, dass ich schon eine ganze Weile nicht mehr so
überrascht wurde wie von der Story Memento Moris.
Story
Lara Svetlova, Polizistin im Dezernat für Kunstfälschung bei
Interpol in Lyon, erhält eines schönen Tages einen aufgeregten Anruf von ihrem
ehemaligen Chef, Oberst Ostankovic von der Polizei Sankt Petersburg. Er rauft sich die
Haare, weil in die Eremitage, das weltberühmte Museum dieser Stadt, eingebrochen und ein
unbezahlbares Gemälde gegen ein wertloses Duplikat ausgetauscht wurde. Da er sich seinen
Vorgesetzten gegenüber keine Blöße geben will, nötigt er Lara, ihren Kontakt zu dem
ehemaligen französischen Kunstfälscher Max Durand zu aktivieren. Sie soll ihn nach
Russland schicken, damit er Licht ins Dunkel dieses Falles bringt. Eigentlich will Max ja
nicht so recht, aber Ostankovic droht ihm mit seiner Vergangenheit Max Akte
als ertappter Kunstfälscher ist noch nicht geschlossen. So macht er sich widerwillig auf
die Reise nach Sankt Petersburg und in ein Abenteuer, das für ihn, aber auch für Lara,
die ihm andernorts mit eigenen Ermittlungen unter die Arme greift, nicht nur
lebensgefährlich werden soll, sondern auch seine Psyche auf eine harte Probe stellen
wird.
Unsere beiden Helden das in thematisch vergleichbaren Romanen
wie Filmen mittlerweile standardisierte und bewährte Mann-Frau-Team nehmen es mit
einer den Tod anbetenden Geheimbruderschaft, den für diese tätigen Fälschern und
weiteren gefährlichen Individuen auf, wobei sie an die Grenzen ihres Verstandes und
darüber hinaus getrieben werden.
Ich habe mich schon leichter in eine Story hineingefunden als es bei
Memento Mori der Fall war. Im Nachhinein sehe ich den Grund hierfür darin, dass es
mittlerweile schon Standard geworden ist, nach einem mysteriösen Filmintro zu einer
beliebigen Tageszeit in den Alltag des oder eines der Hauptdarsteller hineinzuspringen,
das Telefon klingelt und von irgendwoher kommt ein Auftrag, Notruf, etc. zumindest
findet sich diese Reihenfolge an Anfang der meisten Mystery-Thriller. Auf mich wirkte das
mehr spannungsbremsend als fördernd. So habe ich mich erst einmal in Ruhe überall
umgesehen, ein wenig getrödelt und dabei gar nicht gemerkt, wie ich so ungefähr nach dem
ersten Drittel so in die Geschichte hineingetaucht war, dass ich völlig das Zeitgefühl
verloren hatte. Durch einige gut geschriebene Dialoge und Filmsequenzen wurde ich eher
unterbewusst auf die Seite der Hauptcharaktere gezogen. Was an spontaner Sympathie nicht
so recht aufkommen wollte, passierte auf dieser Schiene. Kleinigkeiten im Ablauf des
Geschehens und im Verhalten der Darsteller warfen Fragen auf, die mich ständig im
Hinterkopf beschäftigten, während ich meinen Alter Egos half, in Ihrer Mission
weiterzukommen, Fragen, die sich zum Ende des Spiels hin in einer Art und Weise aufklären
sollten, dass ich ungelogen mit hängender Kinnlade vor dem Bildschirm saß.
Wenn die Entwickler noch etwas an ihren Schreibkünsten arbeiten, so
dass man von Anfang an in die Geschichte hineingesogen wird und alles mehr wie aus einem
Guss wirkt, kann ich es gar nicht erwarten, zu sehen, was da noch alles kommen könnte.
Ich möchte noch anmerken, dass mir bisher die Zeit für den Versuch
fehlte, jedes der 8 (in Worten: Acht!) verschiedenen Enden mitzuerleben, aber wenn
jedes so überraschend (ja, ich weiß, ich setze dieses Adjektiv inflationär ein) und
unerwartet ist wie das, welches ich erreicht habe, reicht dies schon, um dieses Adventure
allein wegen Struktur und Aufbau der Story zu empfehlen.
Hauptcharaktere
Normalerweise verliere ich nicht so gerne einen eigenen Abschnitt
und viele Worte über die Charaktere. Schließlich sollte man sie selbst kennen- und dann
lieben- oder hassen lernen alles dazwischen kann man eh meist vergessen. Lara und
Max jedoch sind so komplex, dass ich richtiggehend Ihr ahnt es sicher schon
überrascht war. Sie eingehend zu beschreiben, spare ich mir schon allein, um nichts
weiter über die Story zu verraten, aber ein paar meiner Eindrücke kann ich mir doch
nicht verkneifen.
Fangen wir genau wie im Spiel mit Lara an. Mein erster Eindruck von
ihrer Persönlichkeit war derart ungünstig (um es mal vorsichtig auszudrücken), dass ich
schon dachte: Na toll, wenn ich die ein ganzes Adventure lang ertragen muss, hoffe
ich entgegen meinem üblichen Verlangen nach mindestens 25 Stunden Spieldauer auf einen
kurzen Prozess." Was ich nicht an ihr mochte? So ziemlich alles, bis aufs Aussehen.
Sie ist hübsch, rothaarig, macht einen selbstsicheren Eindruck, der und da
gings auch schon los auf mich eher egozentrisch wirkte. Ja, und dann hat sie
den Mund aufgemacht. Ich entschuldige mich hiermit bei allen Fans der Stimme von Drew
Barrymore (u.a.), und vielleicht hatte ich ja auch einen schlechten Tag erwischt, aber sie
vermittelte meinen Ohren eine etwas ausgebremste Gisela Schlüter mit leicht schnarrendem
Timbre. Das ist keine Kritik an Nana Spier, die saubere Arbeit geleistet hat, nur gibt es
meiner bescheidenen Meinung nach besser zum Charakter passende, weichere Stimmen, und ich
meine nicht unbedingt jene, die wir in jedem dritten Adventure hören. Laras Kommentare in
der so wichtigen Einspielphase sind zudem oft so was von, Verzeihung, blöde, dass ich
mich gefragt habe, ob auch der Dialogautor sich hier erst mal warm schreiben und Witz
üben musste, mal ganz abgesehen davon, dass die Texte ohne großen Informationsverlust
etwas kürzer hätten sein dürfen. Die gute Nachricht ist, dass ich mich doch noch an
Lara gewöhnen konnte, ungefähr zu dem Zeitpunkt als Max ins Spiel kommt. Sie quatscht
nicht mehr so viel unnützes Zeug und ihre Stimme fiel auch nicht mehr so stark ins
Gewicht. Was möglicherweise auch daran lag, dass Sascha Draeger, der Max seine Stimme
lieh, seine Sache nicht nur sehr gut gemacht hat, sondern auch genau die richtige
Stimmauswahl ist. Da Max sowieso von Anfang an mehr Rätsel aufgibt als Lara, bin ich
darüber auch sehr froh. Er ist ein Protagonist, wie man ihn in einem Adventure selten
findet. Anfangs wirkt er noch wie der gutaussehende Typ, den frau gern zum
(Single-)Nachbarn hätte, minimal machohaft angehaucht, sportlich, einer, der sich kein X
für ein U vormachen lässt, aber sobald man ein wenig näher hinsieht und im Verlauf des
Spiels mehr über ihn erfährt, entwickelt er sich zu einem ungewöhnlich tiefgründigen
Charakter, der nachhaltigen Eindruck auf mich gemacht hat. Ähnliches hat zuvor nur Lucas
Kane in Fahrenheit geschafft.
Installation/Steuerung
Memento Mori wird auf einer DVD in
entsprechender Hülle im Miniklappkarton und mit ausführlichem Handbuch gereicht. Die
Installation verlief auf meinem Rechner flüssig und war nach knapp 3 Minuten, trotz der
relativ hohen Datenmenge von ca. 5 GB, abgeschlossen. Ich möchte hier kurz anmerken, dass
ich den bereits erschienen Patch nicht mitinstalliert und auch später nicht benötigt habe. Ich
bzw. mein PC brauchte etwas ganz anderes, wie sich nach den ersten paar Spielminuten
herausstellte, und zwar mehr Speicher und eine stärkere Grafikkarte. OK, ich hätte das
Adventure mit meiner 256 MB ATI Radeon 9550 und 1 GB RAM spielen können, hatte damit
allerdings die Wahl zwischen Pest und Cholera verhältnismäßig grobe und flache
Grafik bei niedrigen Einstellungen oder einen wabernden Cursor und Charaktere in
Zeitlupenbewegung, sobald ich die Grafikoptionen etwas höher schraubte. Nun, schließlich
ist ja bald Weihnachten und so habe ich meinem Rechner und mir ein Paar verfrühte
Geschenke gemacht (siehe Hardwareausstattung meines Spiel-PCs am Fuße dieser Seite) und
danach konnte ich alle grafischen Leckerbissen, die Memento Mori zu bieten hat,
voll auskosten.
Nach der Installation und dem Introfilm kann man über das
Optionsfeld im Hauptmenü die Performance des Spiels den technischen Möglichkeiten seines
Rechners anpassen. Hier alles aufzuführen würde den Rahmen dieses Abschnitts sprengen.
Wir steuern unsere beiden Charaktere, Lara und Max, komplett per
Point and Click, wobei uns die jeweils am Cursor erscheinenden Icons mögliche
Interaktionen aufzeigen. Meist kann man mit der linken Maustaste Handlungen ausführen,
während man über die rechte Taste Kommentare zu den Objekten erhält. Aufgenommene
Gegenstände wandern in das Inventar, das bei Mouseover am oberen Bildschirmrand
erscheint. Wir können sie dort auch in Nahansicht von allen Seiten betrachten,
manipulieren oder mit anderen Fundstücken kombinieren. An einigen wenigen Stellen haben
sich die Entwickler die 3D-Umgebung zunutze gemacht und geben den Spielern mittels
Mausrotation neue, ungeahnte Einblicke, die der Rätsellösung dienen.
Rätsel
Man merkt dem Rätseldesign an, dass sich die Entwickler Gedanken
darüber gemacht haben, was für Ansprüche Adventurespieler stellen. Rechnung getragen
wurde hier besonders jenen, die sich gerne in ihrer Spielwelt umschauen und sie erkunden
wollen. Die nicht übergroße, ausreichende Anzahl an Hotspots ist hier der beste
Indikator. Man verliert nicht die Lust, weil es etwa zu viele davon gäbe, kann und
muss die vorhandenen aber auf alle durch den Cursor angezeigten Möglichkeiten per
Links- und/oder Rechtsklick untersuchen. Tut man das nicht, kommt man oft einfach nicht
weiter und sucht möglicherweise wie ich nach einem übersehenen Gegenstand, obwohl man
beispielsweise einfach nur eine Person genauer hätte beobachten/anklicken müssen, um die
hier benötigte Funktion eines bereits aufgenommenen Objektes zu aktivieren. Oder man
sollte sich die 3D-Nahansicht aller im Inventar befindlichen Gegenstände zu Nutze machen.
Inventarrätsel bilden denn auch den größten Anteil der Rätselkost, abgesehen von ein
paar auflockernden Minispielen, wie einem Bildvergleich nach dem Motto Finde die
Unterschiede", Stromkabel ordnen und vor allem gut platzierter detektivischer Denk-,
Kombinations- und Beobachtungsarbeit.
Nichts wurde übertrieben, weder der Schwierigkeitsgrad, wodurch
sich dieses Abenteuer auch Genreneulingen empfiehlt, noch eine eventuelle häufigere
Wiederholung gleicher Rätsel. Eine Besonderheit von Memento Mori sind jedoch die
Schlüsselmomente, wenn der Spieler manchmal auch unter mildem Zeitdruck,
dargestellt durch einen rücklaufenden Balken - entscheiden muss, wie der jeweilige
Protagonist sich angesichts einer Person oder Situation verhalten soll. Am unteren
Bildschirmrand erscheinen dann Smileys positiv, negativ oder fragend - die
angeklickt werden können. Hat man unter Zeitdruck gar nicht reagiert, wählt das Programm
allerdings immer die negative Variante, also aufgepasst! Je nachdem, wann man wie
handelt, verändert sich der Ausgang des Abenteuers, was den Wiederspielwert enorm
steigert, schon allein, da sich die Auswirkungen der getroffenen Wahl nicht unmittelbar
zeigen.
Mir gefielen Ausgewogenheit und Integration der Rätsel sehr gut.
Über lästiges Pixelhunting kann ich mich auch nicht beklagen, abgesehen von einem
Gegenstand, den ich erst nach ewigem Suchen ausgemacht habe und das auch nur durch Zufall,
da er extrem gut versteckt war. Lesefreudigere Spieler als ich hätten sich hier die
Tab-Taste zu nutze gemacht, um sich auf einen Schlag alle relevanten Hotspots anzeigen zu
lassen. Das hätte ich natürlich auch tun können, wenn ich mir das ausführliche
Handbuch nur mal vor dem Spiel und nicht erst zum Zwecke der Beurteilung vor dem Verfassen
dieses Testes zu Gemüte geführt hätte. ;-)
Grafik und Sound
Einen hardwaretechnisch entsprechend ausgestatteten Spiel-PC
vorausgesetzt, ist Memento Mori schon ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus! Hier
wurde wirklich alles genutzt, was die 3D-Technik zu bieten hat, um vorgerenderte
Hintergründe so lebensecht wie nur möglich erscheinen zu lassen. Von Licht- und
Schatteneffekten über Spiegelungen, Wettereffekte und Animationen hin zur Kameraführung
und Aufteilung des Bildschirms, um bestimmte Vorgänge im Close-up zu zeigen, ohne den
Überblick über das Gesamtgeschehen zu verlieren, ist alles dabei. Kleinigkeiten wirkten
zwar schon wieder übertrieben, wie etwa die Spiegelung eines sich auf dem Balkon
tummelnden Vogels in Laras Parkettboden; den Bodenreiniger hätte ich auch gerne, der mein
Parkett so zum Glänzen bringt, dass ich meinen Garderobenspiegel abhängen kann. Aber
seis drum, das ist vielleicht zuviel des Guten, aber sicherlich auch kein
schrecklicher Fehler.
Seltsamer muteten da die mitunter sehr unlogischen Laufwege der
Charaktere an, die mir von Zeit zu Zeit ein wenig an den Nerven zerrten, wenn die
Protagonisten ohne sichtbaren Grund erst in die eine und dann um ein unsichtbares
Hindernis herum oder nach einer 180°-Drehung doch wieder in die gewünschte Richtung
liefen. Später im Spiel, wenn die Spannung steigt, kann es schon mal stören, wenn man
sein Alter Ego schnell in Sicherheit bringen, es aber scheinbar nicht gehorchen will.
Einwandfrei hingegen ist das Design der Charaktere gelungen.
Besonders beeindruckend und natürlich fand ich es, dass man ihnen mehr als ein komplettes
Outfit zugestand. Das Gros ihrer Heldenkollegen in anderen Spielen muß seine Abenteuer
oft in ein und denselben Klamotten durchstehen. Lara darf sogar ihre weibliche Seite
zeigen und die Haare mal hochgesteckt und mal im Zopf tragen, während Max Haare
nach dem Aufwachen so zerwuselt sind, wie man es von jemandem erwartet, der längere Zeit
im Reich der Träume verweilt hat. Die Animation der Personen fiel mir ebenfalls sehr
positiv auf, dem kaum noch aus Computerspielen wegzudenkenden Motion Capturing sei Dank.
Neben einer echt wirkenden generellen Körperhaltung und einem gut gelungenen Gang
überzeugen auch Gestik und Mimik durch ihre realistische und passende Umsetzung, und zwar
bis in die Haarspitzen und Kleiderfalten.
Ich könnte jetzt fortfahren den Einsatz von Lichtkegeln, Regen und
weiteren Animationen detailliert zu beschreiben, fasse mich in diesem Punkt aber lieber
kurz und konstatiere, dass die offensichtliche Bemühung um Realismus fantastisch gelungen
ist. Viel lieber verliere ich noch ein paar lobende Worte über die dramatische
Inszenierung der Filmsequenzen, die ungelogen Kinoqualität besitzen. Zwar kommt der
Beginn des Intros stellenweise noch etwas verschwommen rüber, aber das legt sich relativ
schnell. Meine Begeisterung stieg mit dem Spannungsaufbau, zu dem die gegen Ende länger
aber nicht langatmiger werdenden Filmszenen enorm beigetragen haben. Vieles
in puncto Dramaturgie, Inszenierung und Atmosphäre erinnerte mich erneut an das
umstrittene interaktive Filmadventure Fahrenheit, das in meinen Top 5 of all time
rangiert - Hut ab!
Der Soundtrack unterstützt die Atmosphäre durchgehend auf hohem
Niveau ohne sich im falschen Moment vorzudrängen. Verstörendes Flüstern und surreale
Geräusche vermischen sich in den Menüs mit den blutroten Bildfetzensequenzen des
Hintergrunds - ein Déjà-Vu für In-Memoriam-Spieler!
Altersfreigabe
Die Einstufungen der europäischen PEGI und der deutschen USK
unterscheiden sich: PEGI 16+ und USK 12. Verantwortungsvollen Erwachsenen kann ich nur
dringend ans Herz legen, sich an die PEGI-Empfehlung zu halten: die Story des Spiels setzt
ein reiferes Gemüt zum vollen Verständnis und angemessenen Spielgenuss voraus. Darüber
hinaus zeigt insbesondere eine Filmsequenz einen solch abscheulichen Akt der
Selbstverstümmelung, dass selbst ich zusammengezuckt bin und spontan die Augen
zugekniffen habe (und ich zähle mehr als doppelt so viele Lenze!). Die USK schießt sich
hier mal wieder selbst ins Aus wie so häufig in letzter Zeit.
Fazit
Memento Mori war für mich wie eines dieser Bücher, bei
denen ich lange nicht über die ersten zehn bis zwanzig Seiten hinweggekommen bin, es
erstmal ignoriert und dann aus einer plötzlichen Laune heraus doch wieder angepackt habe,
um mit einem Mal so schnell und so tief in den Sog der Geschehnisse hineingezogen zu
werden, dass ich mich nach der letzten Seite fragen musste, warum ich der Story nicht
schon von Anfang an verfallen bin. Genauso erging es mir hier. Memento Mori
verfügt über eine Geschichte, die sich zwar im ersten Drittel etwas schwer tut, dann im
zweiten jedoch stark anzieht und im letzten Drittel so spannend und überraschend wird,
dass ich völlig baff vor dem Bildschirm saß, nachdem mir mehrere erstaunte Bemerkungen
und Laute über die Lippen gekommen waren. Gut, dass das keiner mitbekommen hat. ;-)
Bewertung: 87%
Bewertungssystem Adventure-Archiv:
- 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
- 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
- 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
- 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
- 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für
Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
- 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)
Minimale Systemvoraussetzungen:
- Windows XP/Vista
- Pentium IV mit 1,6 GHz oder vergleichbare (Core2 Duo mit 2 GHz o.ä.
empfohlen)
- 512 MB RAM (1 GB empfohlen)
- DVD-ROM-Laufwerk
- 1 GB Shader 2.0-kompatible 3D-Grafikkarte (oder besser)
- DirectX 9.0c
- 5 GB freier Festplattenspeicher (2,4 GB empfohlen)
Gespielt auf:
- Windows XP Pro SP3
- Pentium IV 2,6 GHz
- 2 GB RAM
- 16x DVD-ROM SD-616 Samsung
- ATI Radeon HD 2600 Pro 512 MB Grafikkarte
- Creative Soundblaster Live! 5.1 Soundkarte
Copyright © MaryScots für
Adventure-Archiv, 28. Januar 2009
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Hauptmenü

Auch das Intro sowie alle Videoszenen wurden untertitelt

Sowohl Lara als auch Max nutzen Handy und PC

So spart Lara den Gymnastikkurs: Auch wenn sie am PC sitzt - zum
Telefonieren wird grundsätzlich aufgestanden!

Bedienung zwischen Vereinfachung und Einschränkung: Piktogramme verhindern
die Erkundung anderer Etagen

Das Optionsmenü nimmt zwei Seiten ein

Ostankovic will in gutem Licht dastehen

Laras Oma liebt die Karten und das Fernsehen

Petersburger Nachtleben - auch nicht unbedingt ungefährlich

Die Szenarien erinnern an romantische Gemälde

Inventargegenstände können mit den Pfeiltasten gedreht werden

Ausdrucksvolle Videoszenen

Während Lara in Lissabon recherchiert ...

... ermittelt Max in St. Petersburg

Eine Bibliothek darf nicht fehlen

Die wertvollen Raubstücke

Krypten und Geheimgänge
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