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Moop and Dreadly -
Treasure on Bing Bong Island 


Erscheinungsdatum USA: 03/2002
Erscheinungsdatum  Deutschland: 12/2003
Entwickler: Hulabee Entertainment
Publisher USA: Disney Interactive (Plaid Banana)
Publisher Deutschland: Vivendi Universal (Coktel)

Homepage englisch

Spielsprache + Handbuch der US Version englisch und spanisch
Spielsprache + Handbuch der deutschen Version: deutsch, englisch und französisch

Review-Version: englisch

 

ESRB: E = Everyone

USK: geeignet ohne Altersbeschränkung

 

 

 

Ein Review von slydos   25. Februar 2004

 

Das Cartoonadventure "Moop and Dreadly - Treasure on Bing Bong Island" wurde speziell für die Altersklasse zwischen 5 und 11 zugeschnitten. Designer sind Shelley Day und Ron Gilbert, letzterer allseits bekannt durch seine Tätigkeit bei LucasArts. Ron Gilbert hatte sich bereits bei Humongous auf Adventure für Kinder spezialisiert und führt das mit Hulabee Entertainment fort. Die mir vorliegende nordamerikanische Version kann in Englisch und Spanisch gespielt werden. In Deutschland wird in Kürze die deutsche Budgetversion ("Moop & Dreadly - Der Schatz von Bing Bong") auf den Markt kommen, die ihrerseits aber auch in Englisch und Französisch durchgespielt werden kann (dies als Hinweis für alle, die mehrsprachige Spiele gerne als unterhaltsamen Sprachkurs verwenden.)

Story

Moop & Dreadly sind ein ungleiches Freundes-Paar. Captain Dreadly ist ein kleiner Junge mit einem enormen Selbstbewußtsein und einer wilden Phantasie, der keinen Satz ungesagt und keine Aufgabe ungespielt läßt. Dreadly hat die Hälfte einer Schatzkarte ergattert und zögert keine Sekunde, dem Schatz auch nachzujagen. Sein Freund Moop hingegen, eine riesige lila Kreatur, die nur grunzende Laute von sich geben kann, ist der psychologische Gegenpol zum nervösen Dreadly. Er ist derjenige, der seinen Kopf und seine Kräfte einsetzt, um Dreadlys wilde Vorstellungen in Bahnen zu lenken und alles zu einem guten Ende zu führen.

Die beiden machen sich mit ihrem Schiff auf zur Insel Bing Bong und schaffen es, nach einem Problem mit einem zerfetzten Segel, die Insel tatsächlich zu errreichen und treffen dort auf die Einwohner der Südseeinsel und deren Häuptling Chief Earwing. Der gute Mann besitzt den anderen Teil der Schatzkarte, die er nur herausgeben will, wenn die beiden eine scheinbar einfache Aufgabe erledigen. Bevor Moop und Dreadly auch nur in die Nähe des Schatzes gelangen, treffen sie auf eine Reihe von Charakteren, die ihnen mehr oder weniger hilfreich entgegentreten, z. B. die englische Reisende Mrs. Hornswoggle oder auch der Piratenkapitän James Trench. Die Piraten sind ebenfalls hinter dem Schatz her und so tun sich Moop und Dreadly mit Prinzessin Connie zusammen, um das Schlimmste zu verhindern.

 

Installation/Spielstart

"Moop & Dreadly" kommt auf 1 CDROM mit einer knappen Installationsanleitung in einem lustig-bunten Minikarton. Eine ausführliche Dokumentation und Lösungshilfe befindet sich in der mitgelieferten Readme-Datei im bunt bebilderten HTML-Format. Die Installation der 150 MB verläuft automatisch, schnell und reibungslos. Wir gelangen bei Spielaufruf in das etwas schrille Hauptmenü, das nicht nur die 6 Kapitel des Spiels beinhaltet, sondern auch einen Link zum Optionen-Menü und dem Spielausgang. Im Optionenmenü sollten wir die Sprachversion wählen. Hier können wir auch die Lautstärke einstellen, sichern und laden - die 6 Savegames in Form von kleinen Szenenbildern reichen in diesem Fall vollkommen aus. Beim Spielstart können wir ein längeres Intro betrachten, bis Moop und Dreadly Probleme mit ihrem Schiff bekommen. An dieser Stelle müssen wir helfend eingreifen.

 

Steuerung/Handling

Das 3rd-Person-Adventure Moop & Dreadly wird mit der Maus gesteuert, nur das Hauptmenü erreicht man mit ESC. Es gibt noch einige Hotkeys, wie z. B. die 1-Taste, mit der man während des Spiels die Sprache wechseln kann.

Unsere beiden Helden bleiben immer zusammen und bewegen sich dorthin, wohin wir klicken. Verwandelt sich der Cursor in einen Pfeil, können wir die Szene in die angegebenen Richtung verlassen. Der normale Cursorkreis wird gefüllt dargestellt, sobald man die Maus über einen Hotspot bewegt. Hotspots sind meist kleine lustige Animationen, die beispielsweise Raupen vorbeikriechen lassen usw.. Hier und da bekommen wir aber auch einen Kommentar von Dreadly zu einem interaktiven Bereich und erfahren, daß wir hier tätig werden müssen, z. B. einen Gegenstand anwenden. Genauso gekennzeichnet sind Personen, mit denen wir (automatische) Dialoge führen und Objekte, die wir in unser Inventar aufnehmenn können.

Das Inventar ist zunächst immer am unteren Bildschirmrand sichtbar, kann aber auch per Button versteckt werden. Es sind meist nur 1-2 Gegenstände darin, im Endspiel auch schon mal mehr. Wir wählen Gegenstände einfach per Klick aus und der Cursor übernimmt ihre Form. Die Bildschirmbereiche zur erfolgreichen Anwendung sind sehr groß gewählt, da gibt es also wenig Fehlversuche. Übrigens werden alle Texte sowohl gesprochen als auch am Bildschirm angezeigt, das gilt auch für Menübuttons, so daß sich auch die ganz Kleinen problemlos zurechtfinden werden. Eine absolut gelungene intuitive Steuerung mit großen, deutlichen Hotspots - ausgezeichnet!

 

Grafik/Sound

Moop & Dreadly ist ein buntes 2D-Cartoonadventure mit bildschirmfüllenden Hintergründen. Die Szenen sind nicht überladen aber zeigen genug klickbare Details, um die Kids zu beschäftigen und ihnen mit den eingebauten, lustigen Animationen Spaß zu machen.

Die tropische Spielwelt ist relativ klein gehalten. Es kommen von Kapitel zu Kapitel neue Locations hinzu, aber alles bleibt sehr überschaubar.

Die Cartoon-Charaktere sind einfach aber ausdrucksvoll gezeichnet. Unsere beiden Hauptdarsteller interagieren mit 9 weiteren NPCs als da wären der Häuptling von Bing Bong Island Chief Earwing, seine Tochter Connie, der einfallreiche O'Grady Ungerman, der Entertainer Jack Tick, die bereits erwähnte Mrs. Hornswoggle, die Piraten unter Captain Trench und der Bauarbeiter Carl Teuffgei.

Jedes Kapitel endet mit einem äußerst spannenden Moment, in dem sich die beiden Helden gerade in einer schwierigen Lage befinden. Besonders lustig sind dabei die schwarz-weißen Zusammenfassungen des letzten Kapitels am Anfang eines neuen Abschnittes in Form eines Wochenschaufilms aus den 50er/60er Jahren. Dazu der Sprecher, der das  Geschehen übertrieben spannend im Stil der Batman-Serie der 60er kommentiert. Karusselmusik, jede Menge Boom-Bang-Soundeffekte und deutlich comicmäßig angepaßte Stimmen mit Schnellschuß-Dialogabfolgen lassen unser Adventure in die Fußstapfen bekannter Comicserien steigen.

 

Rätsel

Die Rätsel sind durchgehend vom Schwierigkeitsgrad leicht. Es handelt sich ausschließlich um Objekrätsel. Da immer nur ein bis maximal 4 Objekte gegen Ende aufbewahrt werden, gibt es keine Qual der Wahl, welcher Gegenstand denn der Richtige sein könnte. Für 3 bis 7jährige stimmt der Schwierigkeitsgrad. Die Rätsel setzen in den Dialogen an und fordern ein wenig Konzentration und logisches Mitdenken. Der Schwierigkeitsgrad wird zum Ende ein wenig gesteigert da mehr Schauplätze und Objekte zugänglich sind. Als Erwachsener hat man das Spiel in ca. 1,5 Sunden durchgespielt, für die Zielgruppe würde ich die doppelte Zeit ansetzen. Nach dem einmaligen Durchspielen kann man jedes Kapitel einzeln aufrufen, um bestimmte spannende Szenen zu wiederholen oder auch um das Spiel in einer anderen Sprache zu erleben.

 

Fazit

Ein Spiel, das Spannung und Spaß liefert aber keine so eindeutig positive Heldenfigur in Captain Dreadly, der doch ziemlich egoistisch und wenig hilfsbereit daher kommt und zum Glück von seinem grunzenden Freund Moop oder einfach den Gegebenheiten immer wieder in die Schranken gewiesen wird. Nicht gerade ein Charaktervorbild für die lieben Kleinen. Dies und die ausgesprochen kurze Spieldauer bieten nicht genug Grundlage, warum man gerade dieses Spiel den anderen für diese Altersklasse vorziehen sollte. Sollte man die Pyjama Sam und Freddy Fisch-Serien bereits durchgespielt haben und nach weiterem Spielfutter suchen könnte Moop & Dreadly ein kurzfristige Überbrückungshilfe bieten.

 

Gesamtwertung: 67%

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100%  sehr gutes Spiel  (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79%    gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69%    befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59%    ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49%    ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0%  bis 39%    grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Minimale Systemanforderungen PC:

  • Windows 95/98/Me/2000/Pro/XP
  • Pentium 233 MHz oder schneller
  • 32 MB RAM oder höher
  • 150 MB freier Platz auf der Festplatte
  • CDROM-Laufwerk
  • 16-bit DirectX-kompatible Soundkarte
  • 16-bit Farbe, DirectX-kompatible Videokarte
  • DirectX 5 oder höher (DirectX 8 auf CD)

 

Minimale Systemanforderungen MAC:

  • OS X
  • PowerMac (Mac oder G3 Prozessor) 233 MHz oder schneller
  • 64 MB RAM
  • 150 MB freier Platz auf der Festplatte
  • CDROM-Laufwerk
  • Anzeige von Tausenden von Farben

gespielt mit:

  • Windows XP
  • P IV 1,6 GHz
  • 512 MB RAM
  • 16x DVD-ROM (Artec WRA-A40)
  • nVidia GeForce 2MX400 64 MB Grafikkarte
  • Soundkarte DirectX-kompatibel
 

Hauptmenü
Hauptmenü

 


Auf Kurs aber ohne Segel

 

Eine halbe Schatzkarte reicht noch nicht
Eine halbe Schatzkarte reicht noch nicht

 

Hier kann man eine andere Sprachversion einstellen
Hier kann man eine andere Sprachversion einstellen

 

Moop ist das Hirn der beiden Abenteurer
Moop ist das Hirn der beiden Abenteurer

 

Ein Klick auf die Vase bringt einen gefräßigen Papagei zum Vorschein
Ein Klick auf die Vase bringt einen gefräßigen Papagei zum Vorschein

 

Die Zusammenfassungen werden immer aufregend kommentiert
Die Zusammenfassungen werden immer aufregend kommentiert

 

Willkommen auf Bing Bong Island
Willkommen auf Bing Bong Island

 

Der Häuptling hält sich genau an die Vorschriften
Der Häuptling hält sich genau an die Vorschriften

 

Die Engländerin reist per Ballon
Die Engländerin reist per Ballon

 

Da weiß Dreadly nicht weiter
Da weiß Dreadly nicht weiter

 

Die Piraten gilt es zu überlisten
Die Piraten gilt es zu überlisten

 

Prinzessin Connie in einer gefährlichen Position
Prinzessin Connie in einer gefährlichen Position

 

Na - das sieht ja nicht gut aus!
Na - das sieht ja nicht gut aus!

 

 

Mehr Screenshots

 

 

 

 

 

 

Copyright © slydos für Adventure-Archiv, 25. Januar 2004

 

 

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