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Nancy Drew 1 - Secrets Can Kill 


Erscheinungsdatum: 1999/2001
Entwickler: Her Interactive
Publisher: Dreamcatcher Interactive

Lösung englisch
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Ein Review von slydos   06. November 2001

Nancy Drew - Secrets Can Kill - ist das erste Adventure von Her Interactive nach der erfolgreichen Buchreihe. Es ist speziell als Adventure für Mädchen im Teenageralter ab 11 Jahren gedacht. Die junge Detektivin Nancy wird in diesem 2D-Abenteuer mit einem Mord an der Highschool von Paseo del Mar in Florida konfrontiert, einem fiktiven Ort, an dem sie eigentlich Ihre Tante Eloise besucht, die Bibliothekarin der Highschool. Der Schüler Jake Rodgers wurde ermordet, genauer gesagt, die Treppe hinuntergestoßen.

Nancy wird von der Schulleitung gebeten, den Fall zu untersuchen. Indem sie sich als Schülerin ausgibt, befragt sie andere Schüler, die Jake kannten, sichtet den Tatort und die Umgebung und sammelt Beweise.

Schnell wird ihr klar, daß jeder der 4 Befragten verdächtig ist.


Das Hauptmenü
Das Hauptmenü

In der Erstauflage von 1999 sind die 2 CDs in einer Art Kartoneinschub in Videogröße verpackt. (Beim späteren Release im Jahre 2001 von Dreamcatcher gibt's es einen stabileren Klappkarton). Man findet ein Handbuch, einen Zeichenblock und den Roman Wicked Ways, Nr. 113 der Nancy Drew Fälle, darin. Die Installation des Spiels unter Windows funktioniert einwandfrei und fehlerlos. Man kann wählen, ob man die kleine Installation mit 42 MB oder die große mit 220 MB durchführen möchte. Einmalig zu Beginn muß der Spieler/Spielerin eine der drei Schwierigkeitsstufen wählen. Dieser Review bezieht sich auf die höchste Schwierigkeitsstufe.

Der Bildschirm ist während des Spiels in 3 Hauptteile aufgeteilt. Die obere Hälfte zeigt die Umgebung, in der sich Nancy befindet. Rechts unten ist das scrollbare Inventar und links danaben der Platz für die Anzeige der Dialoge und Auswahlantworten. Der Knopf oben links führt zum Hauptmenü, oben rechts erhält man Hilfestellung zum Handling.

Menü/Handling

Das Hauptmenü besteht aus einem Stapel Bücher in der Rückenansicht. Hier gibt es neben den bekannten Möglichkeiten, wie Speichern, Laden und Einstellungen ein zusätzliches, sehr brauchbares Feature: die zweite Chance! Sollte man einen schlimmen Fehler begangen haben oder tatsächlich gestorben sein - ja auch das ist möglich - kann man sich damit an eine Stelle kurz vorher versetzen lassen.

Secrets can Kill wird aus der 1st-Person-Perspektive (Ich-Perpektive) gespielt und wird mit der Maus gesteuert. Der Cursor in Form einer Lupe wechselt seine Farbe zu blau, wenn man sich dem Anzeige-Rand nähert. Klickt man dann mit der linken Maustaste, scrollt der Bildschirm in Stufen in die gewünschte Richtung. So kann man an allen Orten eine 360 Grad-Wendung machen. Nimmt der Cursor eine rote Farbe an, kann ein Klick eine Bewegung in diese Richtung oder eine Vergrößerung der dargestellten Objekte bewirken. Ebenso könnten Aktionen, wie z. B. Öffnen oder Objekte nehmen folgen oder man kann so mit einer Person einen Dialog beginnen. Hier gibts eine kleine Schwierigkeit: Nancy stehen im Dialogteil ein oder mehrere Fragen zur Verfügung von denen jeweils der erste Buchstabe hervorgehoben wird. Dieser Buchstabe muß angeklickt werden und das geht öfters einmal daneben, da der sensible Bereich ausgesprochen winzig gehalten wurde. Objekte aus dem Inventar wählt man durch einen Klick aus. Im Handlungsbereich verwandelt sich dann der Cursor in die Form des Objekts und man kann es wiederum durch einen einfachen Linksklick anwenden.

Grafik

Die Grafik ist einfach gehalten. Meist sind es unbewegte Standbilder, an einigen Stellen werden jedoch animierte Sequenzen gezeigt, wie z.B. das Öffnen oder Schließen einer Aufzugtür bzw. die animierten Bewegungen der Gesprächspartner. Dabei wird der Text, der gleichzeitig im unteren Dialogfenster erscheint, sehr lippensynchron gesprochen. Die wenigen Bewegungen der Charaktere sind den Aussagen angepaßt. Die Stimmen von Nancy und ihren Gesprächspartnern klingen in meinen deutschen Ohren sehr professionell. Bis auf die Einführungssequenz oder Nancys Kommentare oder Telefongspräche werden gesprochene Texte im unteren Dialogbereich angezeigt. Das gibt auch dem weniger gewieften Englischkenner die Möglichkeit, die Aussagen nochmal zu beurteilen.

Rätsel

Neben der großen Zahl von Verschlüsselungsrätseln kommt es hauptsächlich darauf an, den Aussagen in den Dialogen zu folgen und Objekte zu finden und anzuwenden. Übrigens, das mitgelieferte Notizheft ist auch dringend nötig. Da man sich kaum alle Hinweise merken kann, wird man eine Menge notieren müssen.

Es gibt auch zeitabhängige Rätsel bei denen man sterben kann. Hilfe bekommt man telefonisch durch einige Freunde oder die vielen an den Wandboards oder anderswo versteckten und verschlüsselten Hinweise. Man findet auf alle Rätsel Hinweise, manchmal findet man Hinweise und weiß noch nicht recht, auf welches Rätsel sie deuten. Manchmal sehen die Rätsel verzwickter aus, als sie eigentlich sind. Es ist jedoch nicht notwendig, alle Hinweise zu entschlüsseln, um schließlich den Fall zu lösen.

Die Lösung dieses spannenden Kriminalfalls ist sicher nicht nur was für Mädchen einer bestimmten Altergruppe. Mir hat's Spaß und Spannung gebracht - ca. 20 Stunden lang.

Das Hauptmusikthema trägt sehr zur spannenden Atmosphäre bei, und ab und zu gibt's was zu Schmunzeln, wenn man z.B. die speziellen Musiktitel in der Jukebox ansieht.

Nervig war allerdings, daß man nicht nur jedes Mal CD1 beim Start einlegen mußte, sondern auch das sehr häufige Wechseln der beiden CDs während des Spiels.

Meine Gesamtwertung: 80%

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

 

Systemvoraussetzungen:

  • Windows 95/98
  • Pentium 166 Mhz
  • 16 MB RAM
  • 16bit Farbgrafikkarte
  • 16bit Windows kompatible Stereo-Soundkarte
  • 8fach CDROM-Laufwerk
  • 42 MB auf der Festplatte
  • Maus, Lautsprecher

gespielt mit:

  • Windows 95
  • PII 233 MHz
  • 64 MB RAM
  • 4 MB Grafikkarte
  • 16bit Soundkarte
  • 24x CDROM-Laufwerk

 

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Copyright © slydos für Adventure-Archiv, 06. November 2001

 

 

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