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Nancy Drew 3 -
Message in a Haunted Mansion 


Erscheinungsdatum: 2000
Entwickler: Her Interactive
Publisher: Dreamcatcher Interactive

Lösung englisch
Boxshots
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Ein Review von slydos   27. Dezember 2001

Nancy Drew - Message in a Haunted Mansion - ist das dritte Adventure von Her Interactive nach der erfolgreichen Buchreihe. Es ist speziell als Adventure für Mädchen im Teenageralter ab 11 Jahren gedacht. Die junge Detektivin Nancy wird in diesem 2D-Abenteuer nach San Francisco gerufen, um bei der Renovierung eines wunderschönen Hauses im viktorianischen Stil zu helfen. Rose und Ihre Freundin Abbey haben ihr gesamtes Vermögen hineingesteckt und möchten das Haus in ein Bed&Breakfast-Inn verwandeln. Doch eigenartige Unfälle geschehen im Haus und erschweren die Arbeiten. Doch nun ist ja Nancy da, die nicht nur tatkräftig mithilft sondern auch Augen und Ohren aufhält, um herauszufinden, ob da mehr als ein Geist hinter den Geschehnissen steckt ...


Prachtvoll ausgestattete Räume
Prachtvoll ausgestattete Räume

Die gesamte Geschichte spielt ausschließlich in den Räumen des alten Herrenhauses. Nancy entdeckt schnell, daß hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht - aber ob es wirklich Geister sind, die hier ihr Unwesen treiben?

Das Spiel auf 1 CDROM und die Anleitung gibt es in einen stabilen Klappkarton. Die Installation unter Windows funktioniert einwandfrei und fehlerlos und benötigt ca 130 MB auf der Festplatte. Einmalig zu Beginn muß der Spieler/Spielerin eine von zwei Schwierigkeitsstufen wählen - Junior oder Senior Detective. Das Spiel hat in beiden Schwierigkeitsstufen die gleiche Handlung, nur einige Rätsel sind bei der Senior-Stufe komplizierter und man bekommt dort weniger Hinweise auf die richtige Lösung.

Der Bildschirm ist während des Spiels - wie in den ersten beiden Teilen - in 3 Fenster aufgeteilt. Die obere Hälfte zeigt die Umgebung, in der sich Nancy befindet. Rechts unten ist das scrollbare Inventar und links danaben der Platz für die Anzeige der Dialoge und Auswahlantworten. Der Knopf oben links führt zum Hauptmenü, oben rechts erhält man Hilfestellung zum Handling.

Menü/Handling

Das Hauptmenü besteht aus einem Stapel Bücher in der Rückenansicht. Hier gibt es neben den bekannten Möglichkeiten, wie Speichern, Laden und Einstellungen ein zusätzliches, sehr brauchbares Feature: die zweite Chance! Sollte man einen schlimmen Fehler begangen haben, so daß man aus dem Haus verbannt wird, kann man sich damit an eine Stelle kurz vorher versetzen lassen.

Message in a Haunted Mansion wird aus der 1st-Person-Perspektive (Ich-Perpektive) gespielt und mit der Maus gesteuert. Der Cursor in Form einer Lupe wechselt zu einem Pfeil, wenn man sich dem Anzeige-Rand nähert. Klickt man dann mit der linken Maustaste, scrollt der Bildschirm in Stufen in die gewünschte Richtung. So kann man an allen Orten eine 360 Grad-Wendung machen. Der Cursor-Wechsel zur Pfeilansicht ist eine Verbesserung gegenüber den ersten beiden Spielen (hier wechselte nur die Farbe der Lupe zu Blau).

Nimmt der Cursor eine rote Farbe an, kann ein Klick eine Bewegung in diese Richtung oder eine Vergrößerung der dargestellten Objekte bewirken. Ebenso könnten Aktionen, wie z. B. Öffnen oder Objekte nehmen folgen oder man kann so mit einer Person einen Dialog beginnen. Die Schwierigkeit aus dem ersten Spiel beim Anklicken der Dialogzeilen ist hier beseitigt. Objekte aus dem Inventar wählt man durch einen Klick aus. Im Gegensatz zu Nancy Drew 1 + 2 werden ausgewählte Objekte jetzt mit Highlight versehen. Im Handlungsbereich verwandelt sich dann der Cursor in die Form des Objekts und man kann es wiederum durch einen einfachen Linksklick anwenden.

Es gab keine technischen oder Handhabungsprobleme.

Grafik

Hintergrundgrafik, Objekte und Personen sind ausgezeichnet und vielleicht sogar noch etwas gegenüber dem zweiten Teil verbessert worden. Die wenigen Animationen sind perfekt. Die Darstellung unserer Gesprächspartner, in diesem Spiel sind es nur vier, haben eine ausgesprochen passende Gestik und Mimik und wirken lebensecht. Dabei wird der Text, der gleichzeitig im unteren Dialogfenster erscheint, sehr lippensynchron gesprochen. Die Stimmen von Nancy und ihren Gesprächspartnern klingen sehr professionell und sind deutlich, auch für deutsche Zuhörer verständlich. Trotzdem kann man sich immer im unteren Textbereich über die Inhalte der Dialoge informieren.

In "The Haunted Mansion" kann Nancy das Haus nicht verlassen. Im Laufe des Spiels wird sie immer mehr Räume betreten können und auch einige Geheimzimmer und -Gänge entdecken. Alle Räume sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und es macht richtig Spaß, hier auf Entdeckungsreise zu gehen.

Die sparsame Musikuntermalung á la Hitchcock, das Quietschen der Dielen und Treppenstufen, ein mysteriöses Rascheln hier, eine sich scheinbar bewegende Holzverzierung dort, Schatten hinter einem Glasfenster, eine Tür, die plötzlich ins Schloß fällt - alles ist pointiert gesetzt und steigert die Spannung.

Rätsel

Neben der großen Zahl von Verschlüsselungs-/Entschlüsselungsrätseln kommt es hauptsächlich darauf an, den Aussagen in den Dialogen zu folgen und Objekte zu finden und anzuwenden oder zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Bücher, Notizen, ein PC sind zu untersuchen. Ein einfaches Labyrinth ist zu erkunden. Da man sich kaum alle Hinweise merken kann, wird man eine Menge notieren müssen. Besonders wichtig ist das bei einer Reihe von chinesischen Schriftzeichen, die man während der Untersuchung sammelt.

Auch diesmal gibt es zeitabhängige Rätsel (z. B. muß ein Feuer gelöscht  werden) und daneben noch eine Menge anderer harter Nüsse zu knacken.  Es ist wichtig, zu welcher Zeit man versucht, mit Personen zu sprechen oder ein Zimmer zu betreten. Man kann in diesem Spiel an einem Radiowecker in Nancys Zimmer die passende Zeit einstellen.

Hilfe bekommt man auch wieder telefonisch durch einige Freunde, wenn man nicht mehr weiterwissen sollte. Diesmal gibt es nicht so viel zusätzlicher, nicht unbedingt notwendiger Hinweise, wie in den ersten beiden Teilen. Neu ist ein Notizbuch von Nancy das sie in ihrem Koffer aufbewahrt und dort automatisch einige wichtige Informationen einträgt, die man ab und zu lesen sollte.

Es ist möglich die Rätsel in unterschiedlicher Reihenfolge zu lösen. Aber diesmal gibt es dadurch kaum Sackgassen. Wer die ersten beiden Teile gespielt hat, wird hier sicher einen Vorteil haben, da die Vorgehensweise beim Lösen doch sehr ähnlich ist.

Wenn Nancy sich bei ihren Untersuchungen in fremdem Eigentum erwischen läßt, ist Rose enttäuscht und schickt sie sofort nach Hause.

Wieder ein spannender Kriminalfall, mit ausgezeichneter Grafik und geisterhafter Atmosphäre, allerdings weniger Rätseln. Wieder ein Adventure für alle, die Freude an akribischer Detektivarbeit haben. Zwar haben wir hier einen neuen Fall in neuer Umgebung aber das Spielmuster bleibt das gleiche, wie in den ersten beiden Teilen. Wegen der fehlenden Originalität und der geringeren Spieldauer:

Gesamtwertung: 77%

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Systemvoraussetzungen:

  • Windows 95/98
  • Pentium 166 Mhz
  • 16 MB RAM
  • 8fach CDROM-Laufwerk
  • DirectX 7.0 kompatibel

gespielt mit:

  • Windows 95
  • PII 233 MHz
  • 64 MB RAM
  • 4 MB Grafikkarte
  • 16bit Soundkarte
  • 24x CDROM-Laufwerk

Nancy muß alte Akten durchsuchen
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Rose ist eine der Eigentümerinnen
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Im Keller gibt es eine Saloon-Bar
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Glaubt Abbey wirklich an Geister?
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Ist Charly mehr als nur eine Hilfskraft?
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Wenn die Luft rein ist, kann Nancy so manches Geheimnis aufdecken
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Auch auf dem Dachboden findet Nancy Interessantes
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Louis interessiert sich sehr für das Haus
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Geisterbeschwörung
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Chinesische Schriftzeichen sind der Schlüssel zum Geheimnis
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Mehr Screenshots

 

 

Copyright © slydos für Adventure-Archiv, 27. Dezember 2001

 

 

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